Donnerstag, 8. April 2010
The Witchmaker
USA 1969 Regie: William O. Brown



Um merkwürdige Todesfälle von jungen Frauen aufzuklären, begibt sich ein Professor mit mehreren Studenten in die Sümpfe von Louisiana. Sumpf ist immer gut! Ihre Theorien, daß die Legende vom "Hexenflug" eventuell auf halluzinogene Drogen zurückzuführen ist, müssen sie aber bald revidieren, als auch einige von ihnen das Zeitliche segnen und sie einem Satanisten namens Luther (!) gegenüberstehen...



Unbeeindruckt von der Tatsache, daß 1969 schon härtere Stoffe angesagt waren, verfolgt das hier zuständige Team eher den atmosphärischen Ansatz der Corman-Poe-Filme, und darüber kann man sich freuen. Von den zahlreichen prächtigen Scope-Bildern sticht vor allem die Sequenz heraus, in der der Professor im Morgennebel des Sumpfes die aufgehängte Leiche einer seiner Studentinnen findet. Das Finale geht zwar ein bißchen flott, aber das Ende reißt es wieder raus. Angeblich kam 1975 eine R-Rated-Version des Films mit sichtbarer Nacktheit heraus. Die ist aber noch schwerer zu finden als der Film überhaupt. Hier ist es schon komisch, wenn die Damen sich oft ausziehen, man aber nie etwas erkennen kann. Die Hauptdarstellerin Thordis Brandt hält beim Laufen sogar die Hände vor die Brüste. So oder so sollte dieser stimmungsvolle Gruselfilm aber unbedingt mal auf einer anständigen DVD erscheinen!

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Montag, 5. April 2010
MOVIEBETA-Lesezirkel am 18.4.
Im April stolpere ich viel auf Aachener Bühnen herum, hier die erste Ankündigung, es folgen noch zwei: Das Magazin MOVIEBETA veröffentlicht freundlicherweise seit einiger Zeit eine monatliche Filmkolumne von mir, nun erklimmen einige Redakteure die Bühne des DUMONT, lesen und singen Texte vor, oder zeigen Kurzfilme. Ich gehe davon aus, daß das ein sehr lustiger Abend werden wird!

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Sonntag, 4. April 2010
Infekcija
Kroatien/Belgien 2003 Regie: Krsto Papic



Als er nach dem mysteriösen Tod eines Freundes nach den Zusammenhängen recherchiert, macht der junge Schriftsteller Gajski nicht nur Bekanntschaft mit der schönen Sara, auch kommt er einem mächtigen Geheimbund auf die Schliche, dessen Ursprung scheinbar im Mittelalter liegt und eine äußerst verstörende Wahrheit ans Licht bringt...



Bereits 1976 verfilmte Regisseur Papic Alexander Grins Erzählung „Der Rattenfänger“ als Izbivatelj/Der Rattengott, und schuf damit einen bizarren und eigenartigen Film, der der fiebrigen Atmosphäre der Vorlage recht nahe kam. Der Hauptreiz, sich des Stoffes noch mal anzunehmen und in der Gegenwart anzusiedeln lag wohl hauptsächlich an den geänderten gesellschaftlichen Verhältnissen, denn als politische Allegorie ist die Geschichte relativ zeitlos. Positiv fallen dabei die teilweise altmodischen Stilmittel auf – jede Menge Kameraverkantungen, ein Score, der wie aus den 80er Jahren klingt, sowie stimmungsvolle Bilder des nächtlichen Zagreb. Nicht ganz so gelungen die oft etwas lieblos ausgeleucheten Innenaufnahmen und die Sonnenbrillen-Anzug-Typen ala Matrix hätte man auch besser weggelassen. An die Qualität der ersten Fassung kommt diese Version nicht ganz ran, losgelöst davon bleibt aber immer noch ein fantasievoller Thriller übrig, dessen bizarre Grundidee ihn allein schon aus dem Einheitsbrei hervorhebt.

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