Freitag, 28. Mai 2010
Snake Woman
Vom Teufel gezeichnet, GB 1961, Regie: Sidney J. Furie



In einem kleinem Dorf in Northumberland entwickelt der geniale Dr. Adderson 1890 eine Methode, den Wahnsinn seiner Frau mittels Schlangengift in Grenzen zu halten. Das hat allerdings die unerwünschte Nebenwirkung, daß die gemeinsame Tochter im wahrsten Sinne des Wortes "kaltblütig" geboren wird. Die abergläubische Dorfgemeinschaft hat natürlich schnell die Fackeln zur Hand, können aber nur den Doktor, seine Hütte und die meisten seiner Reptilien den Flammen übergeben, das Kind war vorher einem gutherzigen Hirten zur Obhut anvertraut worden. 20 Jahre später häufen sich Todesfälle durch Schlangenbisse im Dorf und Scotland Yard schickt einen jungen Ermittler, der bereits in der ersten Nacht im Moor eine wunderschöne junge Frau erblickt...



Auch wenn in Sachen Budget hier noch weniger zur Verfügung stand als bei den Kollegen von Hammer, ist es doch interessant, daß letztere ein paar Jahre später mit The Reptile eine recht ähnliche Geschichte erzählten. Spezialeffekte braucht man hier keine zu erwarten, aber es sieht alles schon sehr hübsch aus, vor allem Susan Travers, wenn sie leichenblaß im zerfetzten schwarzen Fummel plötzlich im Moor erscheint. Auch sonst hat man ein paar nette Ideen (Ein Baby ohne Augenlider! Häutung!) und von den Darstellern kann vor allem Elsie Wagstaff als Dorfhexe übertreiben, äh, überzeugen. Teilweise ist das alles so hemmungslos unwirklich, daß man sich fragt, ob man nicht aus Versehen in einen Märchenfilm geraten ist, der sich nur als Horror tarnt. In etwa das gleiche Team drehte im selben Jahr auch noch Doctor Blood's Coffin, der aber leider trotz ähnlicher Locations eher fad daherkommt.

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Dienstag, 25. Mai 2010
Traum vom Spiegel
Weil dort ein Artikel über Horrorfilme enthalten ist, gehe ich zum Kiosk und kaufe die aktuelle Ausgabe des Spiegels. Zuhause stelle ich jedoch fest, daß ich aus Versehen den "Spiegel für die Frau" mitgenommen habe. Es dauerte eine Weile nach dem Aufwachen, bis es mir dämmerte, daß es den überhaupt nicht gibt.

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Sonntag, 23. Mai 2010
The Shadow over Innsmouth
Innsmouth wo oou kage, Japan 1992, Regie: Jun Nasuda



Durch merkwürdige Visionen von Fischmenschen und vage Kindheitserinnerungen angestachelt, reist ein Fotojournalist in den abgelegenen Küstenort Innsmouth. Dort angekommen, häufen sich seltsame Ereignisse, vor allem die Bewohner des Orts sind äußerst eigenartig...



Es ist schon etwas bizarr, daß es in Japan Orte mit Namen wie Innsmouth, Arkham und Dunwich gibt! Aber OK, wenn man sie umbenannt hätte, hätte ich vermutlich nie von der Existenz dieser Lovecraft-Verfilmung erfahren. Die Vorlage ist meine Lieblingserzählung des Autors und ich wundere mich, daß sie nicht noch öfter verfilmt wurde. Dieser Fernsehproduktion von knapp einer Stunde Länge sieht man ihr niedriges Budget leider an, wobei es immerhin gelingt, die angemessene Atmosphäre zu erschaffen und die meisten Spezialeffekte sind auch recht ansehnlich, wenn man grüne Scheinwerfer mag. Dan Gildarks Cthulhu griff auch Elemente der Erzählung auf, hatte etwas mehr Budget, aber dafür andere Defizite. Die Japaner haben das schon irgendwie charmanter gemacht. Zur Zeit kann man den Film übrigens in mehreren Teilen auf youtube anschauen. Untertitel gibt es zwar keine, aber wenn man die Vorlage kennt, ist das kein großes Problem.

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