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Sonntag, 27. Juni 2010
Ultravox!
hypnosemaschinen, 00:45h
Anno 1981 hörte ich immer die "Schlagerparade" auf WDR 1 und ein Song gefiel mir da besonders gut, das war "Vienna" von ULTRAVOX. Kurze Zeit später wurde das dazugehörige Album im zarten Alter von 10 Jahren nach einigen Hörspielplatten meine erste Musik-LP, die ich irrtümlicherweise auch auf 45 statt 33 abspielte, weil ich damals dachte, 33 wäre für Hörspiele und 45 für Musik. Bald stellte ich meinen Fehler fest und legte den Schalter am Gerät (einen weinroten, portablen PHILIPS-Plattenspieler) entsprechend um. Ich wollte aber noch mehr von dieser Band hören, und so kaufte ich, sobald ein wenig Taschengeld zusammengekommen war, in seit Jahren geschlossenen lokalen Plattengeschäften die früheren Platten der Band, als noch nicht Midge Ure, sondern John Foxx ihr Frontmann gewesen ist. Diese gefielen mir ebenso sehr und pflanzten neben einem zufällig bei einer Rückfahrt von Verwandten im Radio gehörten Konzert des frühen Joe Jackson und einem Sonntag nachmittags begutachtetem Auftritt von THE DAMNED bei "LIVE AUS DEM ALABAMA" den Punkrock-Keim bei mir ein. Und der geht einfach nicht weg. Ich habe sie jetzt seit fast 30 Jahren, die ersten drei Ultravox-Alben, und ich lege sie immer wieder gerne auf, denn da verschleißt sich nix. Meinen Lieblingssong "Artificial Life" gibt es leider nicht als youtube-clip, daher soll erstmal dieser hier genügen:
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Freitag, 25. Juni 2010
Under the Blossoming Cherry Trees
hypnosemaschinen, 20:05h
Sakura no mori no mankai no shita, Japan 1975, Regie: Masahiro Shinoda

Vor der Edo-Zeit war die Kirschblüte noch kein Grund zum Feiern, vielmehr hieß es, wenn man allein unter blühenden Kirschbäumen wandelt, würde man wahnsinnig. Davon ist auch der in einer Hütte in den Bergen wohnende Straßenräuber überzeugt, der sonst eigentlich nichts fürchtet und mordet, was das Zeug hält. So auch einen reichen Passanten nebst Diener – als er jedoch die Schönheit von dessen Frau erblickt, nimmt er sie mit in seine Hütte, um sein mittlerweile neuntes Eheweib zu werden. Die Dame weiß aber ihren Einfluß auszuspielen, und so zwingt sie den Naturburschen nicht nur, in die Stadt zu ziehen, sondern ihr auch täglich möglichst viele Köpfe zum Spielen zu bringen...

Diese Geschichte incl. einer unfassbaren erotischen Szene mit Leichenteilen konnte eigentlich nur aus Japan kommen. Abgesehen von der erstaunlichen Story gibt es hier aber noch eine prächtige Einstellung nach der anderen, einen permanent unheimlichen Score, sowie am Ende ein überraschendes Spiel mit der Erzählperspektive. Absolut fabelhaft.


Vor der Edo-Zeit war die Kirschblüte noch kein Grund zum Feiern, vielmehr hieß es, wenn man allein unter blühenden Kirschbäumen wandelt, würde man wahnsinnig. Davon ist auch der in einer Hütte in den Bergen wohnende Straßenräuber überzeugt, der sonst eigentlich nichts fürchtet und mordet, was das Zeug hält. So auch einen reichen Passanten nebst Diener – als er jedoch die Schönheit von dessen Frau erblickt, nimmt er sie mit in seine Hütte, um sein mittlerweile neuntes Eheweib zu werden. Die Dame weiß aber ihren Einfluß auszuspielen, und so zwingt sie den Naturburschen nicht nur, in die Stadt zu ziehen, sondern ihr auch täglich möglichst viele Köpfe zum Spielen zu bringen...

Diese Geschichte incl. einer unfassbaren erotischen Szene mit Leichenteilen konnte eigentlich nur aus Japan kommen. Abgesehen von der erstaunlichen Story gibt es hier aber noch eine prächtige Einstellung nach der anderen, einen permanent unheimlichen Score, sowie am Ende ein überraschendes Spiel mit der Erzählperspektive. Absolut fabelhaft.

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Freitag, 25. Juni 2010
Happy Bierceday
hypnosemaschinen, 01:11h
Ambrose Bierce wäre heute 158 Jahre alt geworden, leider ist er ca. 1914 irgendwohin entschwunden. Wer weiß, vielleicht treibt er sich noch irgendwo da draußen rum und macht den Leuten mit seinem beißenden Witz das Leben schwer. Ich weiß, das ist kein besonders runder Geburtstag, aber mir war gerade danach, darauf hinzuweisen. Unbedingt zu empfehlen für jedermann ist Robert Enricos Verfilmung seiner berühmtesten Erzählung "An Occurrence at Owl Creek Bridge", die auch in der "Twilight Zone" wiederverwertet wurde.
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