Freitag, 7. September 2012
V/H/S
USA 2012, Regie: David Bruckner, Glenn McQuaid, Ti West, Joe Swanberg, Adam Wingard, Radio Silence



Eine Gruppe von Kleinkriminellen soll in ein Haus einbrechen, um ein bestimmtes Videotape zu stehlen. Im besagten Haus finden sie aber nicht nur eine Leiche vor, sondern eine ganze Menge VHS-Kassetten mit unterschiedlichem, aber grausigem Inhalt...



Die Amis scheinen in letzter Zeit wieder Geschmack am Horror-Episodenfilm gefunden zu haben, nach Chillerama und The Theatre Bizarre nun die nächste Installation. Der formale Rahmen scheint diesmal durch die Ausgangssituation vorgegeben zu sein, es hält sich aber nicht jede Episode daran, verwackelte grobkörnige Bilder zu bieten, so treten bei der schwächsten dritten Episode Störungen auf, die eher auf digitalen Medien zu finden sind, während die gelungenere vierte sogar komplett aus einem Webcam-Chat besteht, den ja mal kein Mensch auf VHS überspielen würde. Aber das ist Episodenfilmen ja immer eigen, daß nicht unbedingt alles auf dem selben Niveau gehalten ist. Unbedingt sehenswert sind hier auf jeden Fall das erste Segment, das eine charmant altmodische Geschichte erzählt, sowie die letzte Episode, die trotz des grobem Looks einige verblüffende Spezialeffekte auffährt. Man muß freilich das Kameragewackel vertragen können.



Sonst noch am Donnerstag auf dem Fantasy Filmfest gesehen: Sightseers.

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