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Sonntag, 21. Februar 2010
Steel Pole Bath Tub: Twist
hypnosemaschinen, 09:58h
Dieses Video wollte ich sehen, seit mir Gitarrist Mike Morasky, ständig Lucky Strikes schnorrend, bei ihrem Konzert im Kölner Underground 1996 davon erzählt hat, er erwähnte auch, daß sie sich dafür extra von Frank Kozik einen Flipper haben designen lassen. Jetzt hat es endlich mal jemand auf youtube gestellt. Voilà, der wohl einzige offizielle Videoclip einer der besten Bands der Neunziger:
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Freitag, 19. Februar 2010
El libro de piedra
hypnosemaschinen, 22:39h
The Book of Stone, Mexiko 1969, Regie: Carlos Enrique Taboada

Julia tritt einen neuen Job als Gouvernante für die Tochter eines Millionärs auf einem einsamen Landsitz an. Der Vater warnt sie jedoch gleich, daß das Mädchen Silvia nicht einfach ist, vor allem erzählt sie andauernd von ihrem imaginären Freund Hugo. Dieser wurde wohl inspiriert von einer Statue im Garten, die einer der früheren Besitzer der Villa vor vielen Jahren aus Österreich mitgebracht hat. Als sich mehrere unheimliche Ereignisse häufen, fragt sich auch die skeptische Julia, ob Hugo tatsächlich nur eine Statue ist...

Meisterhaft inszenierter Horror der subtilen Art, der neben „The Turn of the Screw“ von Henry James noch zahlreiche weitere Motive verarbeitet und ein Ende zu bieten hat, das einen ziemlich aus den Socken haut. Regisseur Taboada ist zu unrecht außerhalb Mexikos kaum bekannt, lieferte er doch noch zahlreiche andere herausragende Filme ab: So den bavaesken Mädcheninternats-Horror Hasta el viente tiene miedo (dessen Remake auch recht brauchbar ausgefallen ist), den Katzenschocker Más negro que la noche und den wunderbaren Veneno para las hadas, bei dem auch wieder Kinder und schwarze Magie eine Rolle spielen. Ich plädiere für eine Werkausgabe, ein Museum, mehrere Straßennamen! Die Filme in guter Bildqualität mit Untertiteln würden mir aber auch erst einmal reichen.

Julia tritt einen neuen Job als Gouvernante für die Tochter eines Millionärs auf einem einsamen Landsitz an. Der Vater warnt sie jedoch gleich, daß das Mädchen Silvia nicht einfach ist, vor allem erzählt sie andauernd von ihrem imaginären Freund Hugo. Dieser wurde wohl inspiriert von einer Statue im Garten, die einer der früheren Besitzer der Villa vor vielen Jahren aus Österreich mitgebracht hat. Als sich mehrere unheimliche Ereignisse häufen, fragt sich auch die skeptische Julia, ob Hugo tatsächlich nur eine Statue ist...

Meisterhaft inszenierter Horror der subtilen Art, der neben „The Turn of the Screw“ von Henry James noch zahlreiche weitere Motive verarbeitet und ein Ende zu bieten hat, das einen ziemlich aus den Socken haut. Regisseur Taboada ist zu unrecht außerhalb Mexikos kaum bekannt, lieferte er doch noch zahlreiche andere herausragende Filme ab: So den bavaesken Mädcheninternats-Horror Hasta el viente tiene miedo (dessen Remake auch recht brauchbar ausgefallen ist), den Katzenschocker Más negro que la noche und den wunderbaren Veneno para las hadas, bei dem auch wieder Kinder und schwarze Magie eine Rolle spielen. Ich plädiere für eine Werkausgabe, ein Museum, mehrere Straßennamen! Die Filme in guter Bildqualität mit Untertiteln würden mir aber auch erst einmal reichen.
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Donnerstag, 18. Februar 2010
Thomas Ligotti: Das Alptraum-Netzwerk
hypnosemaschinen, 00:57h
In der Phantastikszene ist der Amerikaner Ligotti längst kein Unbekannter mehr, es ist aber nicht damit zu rechnen, daß sein Name irgendwann mal auf den Bestsellerlisten auftaucht, denn dazu ist seine Prosa zu eigenwillig. Es ist überhaupt nicht weit hergeholt, wenn der Autor neben den offensichtlichen Poe und H.P. Lovecraft auch Thomas Bernhard als Vorbild angibt, denn neben den übernatürlichen Elementen finden sich in seinen Erzählungen auch zahlreiche Spuren dieses „inneren“ Grauens, daß sich in der Angst vor der eigenen Leere und Bedeutungslosigkeit, aber auch in der Ablehnung zu Kontakten nach außen, zu anderen Menschen, manifestieren kann. Die zentrale Erzählung dieser Zusammenstellung, „Meine Arbeit ist noch nicht erledigt“, macht diese Melange sichtbar, beginnt sie doch in einem für Ligotti ungewöhnlich sachlichen Stil, der mit seinen Beschreibungen des von Mobbing und Egoismus beherrschten Alltags in den Büroräumen einer großen Firma an Chuck Palahniuks „Fight Club“ und die Verfilmung von David Fincher erinnert. Doch nach eine Weile merkt der Leser, daß auch dieses Büro trotz seiner scheinbaren Normalität auch nur ein Platz in dem bekannten düsteren Ligotti-Universum ist, der sehr perfide getarnt wurde. Auch die weiteren Erzählungen dieses Bandes erschaffen gekonnt eine bedrohliche Atmosphäre des Unwirklichen, hinter der die Realität zwar immer wieder zum Vorschein kommt, aber mit anderen Augen betrachtet werden muß. Dieses Spiel mit der subjektiven Wahrnehmung ist wie die stilistische Finesse eine von vielen Façetten, die das Werk Ligottis so faszinierend macht. Anders als bei vielen anderen zeitgenössischen Horror-Autoren schwingt die Stimmung dieser Prosa noch lange nach, nachdem man die letzte Seite gelesen und das Buch geschlossen hat.
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