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Sonntag, 11. April 2010
Uncle Silas
hypnosemaschinen, 05:45h
Teufelsfratze, GB 1947, Regie: Charles Frank

Die junge Caroline wächst behütet bei ihrem gläubigen Vater auf – als dieser stirbt, erbt die 16jährige von ihm nicht nur ein beträchtliches Vermögen bei Volljährigkeit, sondern auch den festen Glauben an die Aufrichtigkeit und Güte von dessen Bruder Silas. So begibt sie sich frohgemuts in dessen Obhut und zunächst können auch das verfallene Anwesen und die schlechtgelaunten Angestellten sie nur ein wenig verunsichern. Bald muß sie jedoch feststellen, daß der Onkel alles andere als ein guter Mensch ist...

Herrliches viktorianisches Melodram voller Gewitter, wehender Vorhänge und knarzenden Dielen nach dem Kriminalroman von Sheridan Le Fanu. Zwar fielen einige hübsche und unheimliche Subplots der Erzählökonomie zum Opfer, aber das läßt sich bei so weit ausholenden Stoffen ja auch gar nicht anders handhaben. Neben einigen bemerkenswerten Villains überzeugt hier vor allem mal wieder Jean Simmons, die die Unschuld in Nöten genauso überzeugend darstellt wie komplexere Charaktere in etwa Great Expectations oder Angel Face. Die gute Frau, die auch nicht ganz unschuldig an der Wahl des Künstlernamens des KISS-Bassisten war, verstarb leider am 22. Januar 2010 und hätte eigentlich in diesem Blog einen zeitnahen Nachruf verdient gehabt, aber das habe ich mal wieder verbaselt.


Die junge Caroline wächst behütet bei ihrem gläubigen Vater auf – als dieser stirbt, erbt die 16jährige von ihm nicht nur ein beträchtliches Vermögen bei Volljährigkeit, sondern auch den festen Glauben an die Aufrichtigkeit und Güte von dessen Bruder Silas. So begibt sie sich frohgemuts in dessen Obhut und zunächst können auch das verfallene Anwesen und die schlechtgelaunten Angestellten sie nur ein wenig verunsichern. Bald muß sie jedoch feststellen, daß der Onkel alles andere als ein guter Mensch ist...

Herrliches viktorianisches Melodram voller Gewitter, wehender Vorhänge und knarzenden Dielen nach dem Kriminalroman von Sheridan Le Fanu. Zwar fielen einige hübsche und unheimliche Subplots der Erzählökonomie zum Opfer, aber das läßt sich bei so weit ausholenden Stoffen ja auch gar nicht anders handhaben. Neben einigen bemerkenswerten Villains überzeugt hier vor allem mal wieder Jean Simmons, die die Unschuld in Nöten genauso überzeugend darstellt wie komplexere Charaktere in etwa Great Expectations oder Angel Face. Die gute Frau, die auch nicht ganz unschuldig an der Wahl des Künstlernamens des KISS-Bassisten war, verstarb leider am 22. Januar 2010 und hätte eigentlich in diesem Blog einen zeitnahen Nachruf verdient gehabt, aber das habe ich mal wieder verbaselt.

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Freitag, 9. April 2010
Live-Audiokommentar XI: Liegende Holländer
hypnosemaschinen, 21:02h

Am 24.4. ist es wieder soweit: Der nächste Live-Audiokommentar in der Raststätte findet statt. Gast ist diesmal Marco Siedelmann: Er schreibt Filmkritiken für MOVIEbeta, DEADLINE, Mann beisst Film und zahlreiche andere Medien. Der Überraschungsfilm ist diesmal etwas irdischer, aber nicht minder exotisch. Kommen, kucken, hören, trinken!
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Donnerstag, 8. April 2010
The Witchmaker
hypnosemaschinen, 20:48h
USA 1969 Regie: William O. Brown

Um merkwürdige Todesfälle von jungen Frauen aufzuklären, begibt sich ein Professor mit mehreren Studenten in die Sümpfe von Louisiana. Sumpf ist immer gut! Ihre Theorien, daß die Legende vom "Hexenflug" eventuell auf halluzinogene Drogen zurückzuführen ist, müssen sie aber bald revidieren, als auch einige von ihnen das Zeitliche segnen und sie einem Satanisten namens Luther (!) gegenüberstehen...

Unbeeindruckt von der Tatsache, daß 1969 schon härtere Stoffe angesagt waren, verfolgt das hier zuständige Team eher den atmosphärischen Ansatz der Corman-Poe-Filme, und darüber kann man sich freuen. Von den zahlreichen prächtigen Scope-Bildern sticht vor allem die Sequenz heraus, in der der Professor im Morgennebel des Sumpfes die aufgehängte Leiche einer seiner Studentinnen findet. Das Finale geht zwar ein bißchen flott, aber das Ende reißt es wieder raus. Angeblich kam 1975 eine R-Rated-Version des Films mit sichtbarer Nacktheit heraus. Die ist aber noch schwerer zu finden als der Film überhaupt. Hier ist es schon komisch, wenn die Damen sich oft ausziehen, man aber nie etwas erkennen kann. Die Hauptdarstellerin Thordis Brandt hält beim Laufen sogar die Hände vor die Brüste. So oder so sollte dieser stimmungsvolle Gruselfilm aber unbedingt mal auf einer anständigen DVD erscheinen!


Um merkwürdige Todesfälle von jungen Frauen aufzuklären, begibt sich ein Professor mit mehreren Studenten in die Sümpfe von Louisiana. Sumpf ist immer gut! Ihre Theorien, daß die Legende vom "Hexenflug" eventuell auf halluzinogene Drogen zurückzuführen ist, müssen sie aber bald revidieren, als auch einige von ihnen das Zeitliche segnen und sie einem Satanisten namens Luther (!) gegenüberstehen...

Unbeeindruckt von der Tatsache, daß 1969 schon härtere Stoffe angesagt waren, verfolgt das hier zuständige Team eher den atmosphärischen Ansatz der Corman-Poe-Filme, und darüber kann man sich freuen. Von den zahlreichen prächtigen Scope-Bildern sticht vor allem die Sequenz heraus, in der der Professor im Morgennebel des Sumpfes die aufgehängte Leiche einer seiner Studentinnen findet. Das Finale geht zwar ein bißchen flott, aber das Ende reißt es wieder raus. Angeblich kam 1975 eine R-Rated-Version des Films mit sichtbarer Nacktheit heraus. Die ist aber noch schwerer zu finden als der Film überhaupt. Hier ist es schon komisch, wenn die Damen sich oft ausziehen, man aber nie etwas erkennen kann. Die Hauptdarstellerin Thordis Brandt hält beim Laufen sogar die Hände vor die Brüste. So oder so sollte dieser stimmungsvolle Gruselfilm aber unbedingt mal auf einer anständigen DVD erscheinen!

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