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Sonntag, 2. Mai 2010
Dark Echo
hypnosemaschinen, 20:33h
Österreich/Jugoslawien 1977, Regie: George Robotham

Im See nahe dem österreichischen Dorf Hochberg ging vor 100 Jahren ein Schiff unter, alle ertranken, das Wrack wurde nie gefunden und der Kapitän von einer Kommission zum Schuldigen erklärt. Nun sterben plötzlich einige Nachfahren der Schuldsprecher unter mysteriösen Umständen und der lokale Inspektor sieht sich gezwungen, seinen alten Kumpel Bill zu Hilfe zu rufen, ein amerikanischer Detektiv, der manchmal erstaunliche Vorahnungen hat...

Würde ein gutes Double Feature mit Loreley's Grasp abgeben. Karin Dor ist immer noch schön und kann nach wie vor entzückend schreien. Der Regisseur, ihr späterer Ehemann, hat keinen weiteren Film gedreht und wurde eigentlich als Stuntman bekannt. Ein bißchen fehlt hier auch die Routine, was die Inszenierung eines Horrorfilms betrifft, das sieht dann manchmal eher nach einem Werbefilm des lokalen Touristikvereins aus, wenn bei jeder der drei Gasthaus-Szenen erstmal der Zitherspieler loslegen darf und die Einführung des amerikanischen Helden durch eine SloMo-Skifahrt geschieht. Trotzdem gelingen vereinzelt sehr schöne Bilder und an zwei Stellen war ich auch sehr überrascht, als nämlich die lokale Hexe mit der Dorfjugend in einer Höhle eine zünftige Orgie veranstaltet und gegen Ende hin auch noch ein ziemlich derber Splattereffekt kommt. Wenn auch als Horrorfilm nicht unbedingt funktionstüchtig, ist der Film für Freunde des eigenwilligen phantastischen Kinos mit außergewöhlichen Lokalitäten durchaus zu empfehlen – keine Ahnung, warum der scheinbar nur in Argentinien und Japan auf Video erschienen ist.

Im See nahe dem österreichischen Dorf Hochberg ging vor 100 Jahren ein Schiff unter, alle ertranken, das Wrack wurde nie gefunden und der Kapitän von einer Kommission zum Schuldigen erklärt. Nun sterben plötzlich einige Nachfahren der Schuldsprecher unter mysteriösen Umständen und der lokale Inspektor sieht sich gezwungen, seinen alten Kumpel Bill zu Hilfe zu rufen, ein amerikanischer Detektiv, der manchmal erstaunliche Vorahnungen hat...

Würde ein gutes Double Feature mit Loreley's Grasp abgeben. Karin Dor ist immer noch schön und kann nach wie vor entzückend schreien. Der Regisseur, ihr späterer Ehemann, hat keinen weiteren Film gedreht und wurde eigentlich als Stuntman bekannt. Ein bißchen fehlt hier auch die Routine, was die Inszenierung eines Horrorfilms betrifft, das sieht dann manchmal eher nach einem Werbefilm des lokalen Touristikvereins aus, wenn bei jeder der drei Gasthaus-Szenen erstmal der Zitherspieler loslegen darf und die Einführung des amerikanischen Helden durch eine SloMo-Skifahrt geschieht. Trotzdem gelingen vereinzelt sehr schöne Bilder und an zwei Stellen war ich auch sehr überrascht, als nämlich die lokale Hexe mit der Dorfjugend in einer Höhle eine zünftige Orgie veranstaltet und gegen Ende hin auch noch ein ziemlich derber Splattereffekt kommt. Wenn auch als Horrorfilm nicht unbedingt funktionstüchtig, ist der Film für Freunde des eigenwilligen phantastischen Kinos mit außergewöhlichen Lokalitäten durchaus zu empfehlen – keine Ahnung, warum der scheinbar nur in Argentinien und Japan auf Video erschienen ist.
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Samstag, 1. Mai 2010
Traumheft
hypnosemaschinen, 23:07h
Mal eben ein Hinweis auf den Printen-, äh, Printbereich: In der Mai-Ausgabe des MOVIEBETA-Magazins gibt es neben meiner üblichen Filmkolumne (diesmal über die Fantasy Filmfest Nights 2010 in Köln) eine Auswahl einiger teilweise hier noch nicht veröffentlichter Träume zu lesen, die ich im Rahmen des Moviebeta-Lesezirkels vortrug. Das Magazin ist kostenlos und liegt ab heute an vielen Stellen im Großraum Aachen aus.
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Freitag, 30. April 2010
De Jurk
hypnosemaschinen, 20:13h
Das geheimnisvolle Kleid, Niederlande 1996, Regie: Alex van Warmerdam

Vom Baumwollfeld über das Design bis zum Ende im Verbrennungsofen wird episodisch die Geschichte eines Kleides erzählt, das mit den verschiedensten Menschen in Berührung kommt, manche davon höchst absonderlicher Natur. Abgesehen von zwei traurigen Einschüben dominiert hier ein eigenwilliger, rabenschwarzer Humor, in dem die männliche Figuren meist langweilende Verlierer oder notgeile Psychopathen sind...

Manchmal kann man durch zufälliges Einschalten des Fernsehers schon erstaunliche Entdeckungen machen, wobei ich mittlerweile so gezielt Filme schaue, daß mir das immer weniger passiert. So wurde ich jedenfalls vor einigen Jahren auf den niederländischen Regisseur Alex van Warmerdam aufmerksam, von dem ich mittlerweile auch alle anderen Filme gesehen habe, die allesamt trotz wiederkehrender Elemente wie dem Hang zu absurden Situationen und einem die Grenzen des guten Geschmacks immer wieder penetrierenden Humors von einer frischen Unvorhersehbarkeit sind, wenn ich auch nicht alle gleichermaßen großartig fand. Schade jedenfalls, daß seine neuesten Werke – der metaleptische Ober und der bösartige De laatste dagen van Emma Blank – scheinbar hierzulande nicht mehr erschienen sind, so daß sie niemand zufällig im Fernsehen erwischen kann. De Jurk ist aber wohl immer noch mein Lieblinsgsfilm des Regisseurs, vielleicht, weil es der erste war, der mich mit seiner kuriosen Welt in Verbindung brachte, vielleicht aber auch, weil hier so viele tolle Momente drin sind – neben Warmerdams Performance als irrer Schaffner ist vor allem die Sequenz unglaublich, in der ein Mofakurier durch einen Wald voller Nebel den Stoff des Kleides zum Modedesigner bringt und dabei Zeuge wird, wie dieser gerade seine halbnackte Freundin mit der Schrotflinte zum Teufel jagt, weil diese nicht mit seinem riesengroßen Eber namens Tony kopulieren wollte.


Vom Baumwollfeld über das Design bis zum Ende im Verbrennungsofen wird episodisch die Geschichte eines Kleides erzählt, das mit den verschiedensten Menschen in Berührung kommt, manche davon höchst absonderlicher Natur. Abgesehen von zwei traurigen Einschüben dominiert hier ein eigenwilliger, rabenschwarzer Humor, in dem die männliche Figuren meist langweilende Verlierer oder notgeile Psychopathen sind...

Manchmal kann man durch zufälliges Einschalten des Fernsehers schon erstaunliche Entdeckungen machen, wobei ich mittlerweile so gezielt Filme schaue, daß mir das immer weniger passiert. So wurde ich jedenfalls vor einigen Jahren auf den niederländischen Regisseur Alex van Warmerdam aufmerksam, von dem ich mittlerweile auch alle anderen Filme gesehen habe, die allesamt trotz wiederkehrender Elemente wie dem Hang zu absurden Situationen und einem die Grenzen des guten Geschmacks immer wieder penetrierenden Humors von einer frischen Unvorhersehbarkeit sind, wenn ich auch nicht alle gleichermaßen großartig fand. Schade jedenfalls, daß seine neuesten Werke – der metaleptische Ober und der bösartige De laatste dagen van Emma Blank – scheinbar hierzulande nicht mehr erschienen sind, so daß sie niemand zufällig im Fernsehen erwischen kann. De Jurk ist aber wohl immer noch mein Lieblinsgsfilm des Regisseurs, vielleicht, weil es der erste war, der mich mit seiner kuriosen Welt in Verbindung brachte, vielleicht aber auch, weil hier so viele tolle Momente drin sind – neben Warmerdams Performance als irrer Schaffner ist vor allem die Sequenz unglaublich, in der ein Mofakurier durch einen Wald voller Nebel den Stoff des Kleides zum Modedesigner bringt und dabei Zeuge wird, wie dieser gerade seine halbnackte Freundin mit der Schrotflinte zum Teufel jagt, weil diese nicht mit seinem riesengroßen Eber namens Tony kopulieren wollte.

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