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Sonntag, 9. Mai 2010
Drei Sätze über das Sterben
hypnosemaschinen, 00:54h
Ich ging heute nachmittag in den Supermarkt und sehe in einer Seitenstraße einen Notarztwagen stehen, auf dem Bürgersteig daneben die dazugehörige, etwas ratlos dreinblickende Notärztin. Beim Rückweg vom Einkauf sehe ich an der gleichen Stelle einen Leichenwagen. Tja, so schnell kann es dann manchmal gehen.
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Samstag, 8. Mai 2010
Il Demonio
hypnosemaschinen, 01:25h
The Demon, Italien/Frankreich 1963, Regie: Brunello Rondi

Die junge Purif ist fest davon überzeugt, die schwarze Magie zu beherrschen, was ihre abergläubischen Mitmenschen im ländlichen Italien nicht gerade für sie gewinnt. Als dann der Mann, den sie liebt, eine andere heiratet, verflucht sie das Hochzeitspaar und die Bevölkerung macht sie im Nachhinein für jegliches Unheil verantwortlich. Sie selbst wähnt sich mittlerweile von einem Dämon besessen. Nach zwei Vergewaltigungen, einem fruchtlosem Exorzismus und zahlreichen abergläubischen Riten und Mißhandlungen wird sie mit Steinen aus dem Dorf gejagt und findet zunächst Zuflucht in einem Kloster, doch auch dort ist sie nicht besonders gut gelitten...

Trotz einiger Parallelen und Motive hat dieses Drama nicht viel von einem Horrorfilm, zu sehr drängt sich der allegorische Charakter in den Vordergrund, und Übernatürliches wird nicht gezeigt. Interessant aber, wie hier schon Elemente aus Friedkins Exorzismus-Film auftauchen, die aber eine gänzlich andere Funktion besitzen. Purif (kurz für "Purificata") ist wohl nur geistig ein wenig zurückgeblieben und psychisch labil. Der Film behandelt hauptsächlich das Unverständnis einer von Dogmas geleiteten sozialen Gemeinschaft dem "Anderen" gegenüber, aber auch religiöse Heuchlerei: Antonio, der lauteste unter den Hexenjägern (Frank Wolff), begehrt Purif insgeheim, kann seine Lust aber nicht mit der "anständigen" Umgebung in Einklang bringen; auch einer der Vergewaltiger gilt im Dorf als frommer Einsiedler.

Daliah Lavi liefert eine tolle Performance und sieht selbst mit beinah ständig fettigen Haaren äußerst begehrenswert aus. Hinzu kommen faszinierende Bilder der kargen Landschaft Mittelitaliens und feine bedrohlich-melancholische Musik von Piero Piccioni. Ein ebenso trauriges wie mutiges Werk, das durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Immerhin gibt es mittlerweile in Italien eine recht preisgünstige DVD mit anständiger Bildqualität, wenn man kein Italienisch kann, muß man sich die Untertitel allerdings dazudenken.


Die junge Purif ist fest davon überzeugt, die schwarze Magie zu beherrschen, was ihre abergläubischen Mitmenschen im ländlichen Italien nicht gerade für sie gewinnt. Als dann der Mann, den sie liebt, eine andere heiratet, verflucht sie das Hochzeitspaar und die Bevölkerung macht sie im Nachhinein für jegliches Unheil verantwortlich. Sie selbst wähnt sich mittlerweile von einem Dämon besessen. Nach zwei Vergewaltigungen, einem fruchtlosem Exorzismus und zahlreichen abergläubischen Riten und Mißhandlungen wird sie mit Steinen aus dem Dorf gejagt und findet zunächst Zuflucht in einem Kloster, doch auch dort ist sie nicht besonders gut gelitten...

Trotz einiger Parallelen und Motive hat dieses Drama nicht viel von einem Horrorfilm, zu sehr drängt sich der allegorische Charakter in den Vordergrund, und Übernatürliches wird nicht gezeigt. Interessant aber, wie hier schon Elemente aus Friedkins Exorzismus-Film auftauchen, die aber eine gänzlich andere Funktion besitzen. Purif (kurz für "Purificata") ist wohl nur geistig ein wenig zurückgeblieben und psychisch labil. Der Film behandelt hauptsächlich das Unverständnis einer von Dogmas geleiteten sozialen Gemeinschaft dem "Anderen" gegenüber, aber auch religiöse Heuchlerei: Antonio, der lauteste unter den Hexenjägern (Frank Wolff), begehrt Purif insgeheim, kann seine Lust aber nicht mit der "anständigen" Umgebung in Einklang bringen; auch einer der Vergewaltiger gilt im Dorf als frommer Einsiedler.

Daliah Lavi liefert eine tolle Performance und sieht selbst mit beinah ständig fettigen Haaren äußerst begehrenswert aus. Hinzu kommen faszinierende Bilder der kargen Landschaft Mittelitaliens und feine bedrohlich-melancholische Musik von Piero Piccioni. Ein ebenso trauriges wie mutiges Werk, das durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Immerhin gibt es mittlerweile in Italien eine recht preisgünstige DVD mit anständiger Bildqualität, wenn man kein Italienisch kann, muß man sich die Untertitel allerdings dazudenken.

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Donnerstag, 6. Mai 2010
Cute Lepers & Hemmungsloses Feiern im AZ Aachen am 14.5.
hypnosemaschinen, 22:39h
Es ist nie zu spät für 1977! Nächsten Freitag spielen die tollen Cute Lepers (Ex-The Briefs) im AZ und werden bestimmt ordentlich was losmachen. Im Vorprogramm die auch sehr brauchbar klingenden Modern Pets und nach dem Konzert legen der ehrenwerte Tom Borderland und meine Wenigkeit dufte Punkrock-Scheiben auf. Ich versuche diesmal auch, nicht von der Bühne zu fallen.
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