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Montag, 31. Mai 2010
La cruz del diablo
hypnosemaschinen, 01:51h
Cross of the Devil, Spanien 1975, Regie: John Gilling

Der englische Schriftsteller Alfred Dawson hat wohl auch wegen seines starken Haschischkonsums merkwürdige Träume und Visionen, in der eine schöne Frau, von finsteren Gestalten umgeben, seinen Namen ruft. Als er einen Brief seiner Schwester erhält, die meint, in großer Gefahr zu schweben, reist er zu ihr nach Madrid. Dort angekommen, ist sie jedoch bereits tot. Sie wurde ermordet aufgefunden am „Berg der Seelen“, an dem sich der Legende nach nachts Tempelritter aus ihrem Grabe erheben...

Beim Motiv der untoten Tempelritter denkt man freilich unwillkürlich an die „Reitenden Leichen“-Filme, hier von einem Ripoff zu sprechen wäre aber wohl etwas fehl am Platze, handelt es sich doch um die Verfilmung mehrerer „Leyendas“ aus der Feder von Gustavo Adolfo Becquer, die bereits 1871 posthum erschienen sind und wohl auch Amando d'Ossorio zu seiner Filmreihe inspiriert haben. Anders als diese ist La Cruz del Diablo nicht sehr auf Schock ausgelegt, sondern legt mehr Wert auf eine traumähnliche Atmosphäre, die aufgrund einer hervorragenden Fotografie und einem tollen Score auch wunderbar funktioniert. Auch bleibt bis zum Ende hin ziemlich offen, ob viele der Geschehnisse nicht nur bloße Halluzinationen der Hauptfigur waren. Das Drehbuch stammt übrigens aus der Feder der dieses Jahr verstorbenen spanischen Horrorikone Paul Naschy. Der wollte eigentlich auch die Hauptrolle spielen, wurde aber leider gefeuert.


Der englische Schriftsteller Alfred Dawson hat wohl auch wegen seines starken Haschischkonsums merkwürdige Träume und Visionen, in der eine schöne Frau, von finsteren Gestalten umgeben, seinen Namen ruft. Als er einen Brief seiner Schwester erhält, die meint, in großer Gefahr zu schweben, reist er zu ihr nach Madrid. Dort angekommen, ist sie jedoch bereits tot. Sie wurde ermordet aufgefunden am „Berg der Seelen“, an dem sich der Legende nach nachts Tempelritter aus ihrem Grabe erheben...

Beim Motiv der untoten Tempelritter denkt man freilich unwillkürlich an die „Reitenden Leichen“-Filme, hier von einem Ripoff zu sprechen wäre aber wohl etwas fehl am Platze, handelt es sich doch um die Verfilmung mehrerer „Leyendas“ aus der Feder von Gustavo Adolfo Becquer, die bereits 1871 posthum erschienen sind und wohl auch Amando d'Ossorio zu seiner Filmreihe inspiriert haben. Anders als diese ist La Cruz del Diablo nicht sehr auf Schock ausgelegt, sondern legt mehr Wert auf eine traumähnliche Atmosphäre, die aufgrund einer hervorragenden Fotografie und einem tollen Score auch wunderbar funktioniert. Auch bleibt bis zum Ende hin ziemlich offen, ob viele der Geschehnisse nicht nur bloße Halluzinationen der Hauptfigur waren. Das Drehbuch stammt übrigens aus der Feder der dieses Jahr verstorbenen spanischen Horrorikone Paul Naschy. Der wollte eigentlich auch die Hauptrolle spielen, wurde aber leider gefeuert.

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Sonntag, 30. Mai 2010
fuck the fucking fuck
hypnosemaschinen, 01:20h
Rest in Peace, Dennis Hopper.
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Freitag, 28. Mai 2010
Snake Woman
hypnosemaschinen, 23:43h
Vom Teufel gezeichnet, GB 1961, Regie: Sidney J. Furie

In einem kleinem Dorf in Northumberland entwickelt der geniale Dr. Adderson 1890 eine Methode, den Wahnsinn seiner Frau mittels Schlangengift in Grenzen zu halten. Das hat allerdings die unerwünschte Nebenwirkung, daß die gemeinsame Tochter im wahrsten Sinne des Wortes "kaltblütig" geboren wird. Die abergläubische Dorfgemeinschaft hat natürlich schnell die Fackeln zur Hand, können aber nur den Doktor, seine Hütte und die meisten seiner Reptilien den Flammen übergeben, das Kind war vorher einem gutherzigen Hirten zur Obhut anvertraut worden. 20 Jahre später häufen sich Todesfälle durch Schlangenbisse im Dorf und Scotland Yard schickt einen jungen Ermittler, der bereits in der ersten Nacht im Moor eine wunderschöne junge Frau erblickt...

Auch wenn in Sachen Budget hier noch weniger zur Verfügung stand als bei den Kollegen von Hammer, ist es doch interessant, daß letztere ein paar Jahre später mit The Reptile eine recht ähnliche Geschichte erzählten. Spezialeffekte braucht man hier keine zu erwarten, aber es sieht alles schon sehr hübsch aus, vor allem Susan Travers, wenn sie leichenblaß im zerfetzten schwarzen Fummel plötzlich im Moor erscheint. Auch sonst hat man ein paar nette Ideen (Ein Baby ohne Augenlider! Häutung!) und von den Darstellern kann vor allem Elsie Wagstaff als Dorfhexe übertreiben, äh, überzeugen. Teilweise ist das alles so hemmungslos unwirklich, daß man sich fragt, ob man nicht aus Versehen in einen Märchenfilm geraten ist, der sich nur als Horror tarnt. In etwa das gleiche Team drehte im selben Jahr auch noch Doctor Blood's Coffin, der aber leider trotz ähnlicher Locations eher fad daherkommt.

In einem kleinem Dorf in Northumberland entwickelt der geniale Dr. Adderson 1890 eine Methode, den Wahnsinn seiner Frau mittels Schlangengift in Grenzen zu halten. Das hat allerdings die unerwünschte Nebenwirkung, daß die gemeinsame Tochter im wahrsten Sinne des Wortes "kaltblütig" geboren wird. Die abergläubische Dorfgemeinschaft hat natürlich schnell die Fackeln zur Hand, können aber nur den Doktor, seine Hütte und die meisten seiner Reptilien den Flammen übergeben, das Kind war vorher einem gutherzigen Hirten zur Obhut anvertraut worden. 20 Jahre später häufen sich Todesfälle durch Schlangenbisse im Dorf und Scotland Yard schickt einen jungen Ermittler, der bereits in der ersten Nacht im Moor eine wunderschöne junge Frau erblickt...

Auch wenn in Sachen Budget hier noch weniger zur Verfügung stand als bei den Kollegen von Hammer, ist es doch interessant, daß letztere ein paar Jahre später mit The Reptile eine recht ähnliche Geschichte erzählten. Spezialeffekte braucht man hier keine zu erwarten, aber es sieht alles schon sehr hübsch aus, vor allem Susan Travers, wenn sie leichenblaß im zerfetzten schwarzen Fummel plötzlich im Moor erscheint. Auch sonst hat man ein paar nette Ideen (Ein Baby ohne Augenlider! Häutung!) und von den Darstellern kann vor allem Elsie Wagstaff als Dorfhexe übertreiben, äh, überzeugen. Teilweise ist das alles so hemmungslos unwirklich, daß man sich fragt, ob man nicht aus Versehen in einen Märchenfilm geraten ist, der sich nur als Horror tarnt. In etwa das gleiche Team drehte im selben Jahr auch noch Doctor Blood's Coffin, der aber leider trotz ähnlicher Locations eher fad daherkommt.
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