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Samstag, 10. Juli 2010
The Driver's Seat
hypnosemaschinen, 01:23h
Identikit, Italien/Deutschland 1974, Regie: Giuseppe Patroni Griffi

Liz Taylor reist von München nach Rom, um dort einen Mann zu finden, der sie umbringt. Diejenigen, die sie trifft, wollen sie allerdings nur ficken...

Immer wieder beruhigend, was für seltsame Filme da draußen auf einen warten. Eigentlich sollte man denken, daß ein Film, in dem Elizabeth Taylor masturbiert, in durchsichtiger Unterwäsche herumrennt und zum Blowjob gezwungen wird, etwas bekannter sein sollte, aber hier haben wir wohl mal wieder so einen Fall, bei dem die äußerst eigenwillige künstlerische Konzeption des Films auf unfruchtbaren Boden traf, und das Resultat schnell vergessen ward. Schade eigentlich, denn auch wenn der Film nicht mit der subversiven Finesse eines Luis Buñuel aufwarten kann, dessen Spätwerk hier eindeutig Pate stand, ist er äußerst hübsch fotografiert und bringt zahlreiche absurde Ideen auf die Leinwand.


Liz Taylor reist von München nach Rom, um dort einen Mann zu finden, der sie umbringt. Diejenigen, die sie trifft, wollen sie allerdings nur ficken...

Immer wieder beruhigend, was für seltsame Filme da draußen auf einen warten. Eigentlich sollte man denken, daß ein Film, in dem Elizabeth Taylor masturbiert, in durchsichtiger Unterwäsche herumrennt und zum Blowjob gezwungen wird, etwas bekannter sein sollte, aber hier haben wir wohl mal wieder so einen Fall, bei dem die äußerst eigenwillige künstlerische Konzeption des Films auf unfruchtbaren Boden traf, und das Resultat schnell vergessen ward. Schade eigentlich, denn auch wenn der Film nicht mit der subversiven Finesse eines Luis Buñuel aufwarten kann, dessen Spätwerk hier eindeutig Pate stand, ist er äußerst hübsch fotografiert und bringt zahlreiche absurde Ideen auf die Leinwand.

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Freitag, 9. Juli 2010
Rudimentary Peni: Cacophony
hypnosemaschinen, 01:38h
Eine Punkband macht ein Konzeptalbum - dürfen die das? Selbstverständlich! Vor allem, wenn das Konzept H.P. Lovecraft heißt und die Punkband einen Scheiß auf musikalische Grenzen gibt und zudem noch so begabt ist wie die britischen RUDIMENTARY PENI. Wie das bei Konzeptalben so ist, sollte man sie eigentlich komplett hören, um die ganze Größe zu erfahren, so ein einzelner Clip wie hier reicht eigentlich nicht. Erfreulicherweise ist die Band nach diesem Meilenstein von 1987 nach wie vor aktiv, Sänger und Gitarrist Nick Blinko ist zudem als Autor und Künstler tätig - einige seiner Zeichnungen finden sich z.B. hier und könnten teilweise mit einem Edward Gorey, der den Boden unter den Füßen verloren hat, verglichen werden. In den 90ern war Blinko wegen schizophrener Störungen auch mehrfach in psychiatrischer Behandlung. Auf jeden Fall ein Künstler ganz nach meinem Geschmack und so ein verstörendes, kompromissloses Album wie CACOPHONY, auf dem poppiger Punk und dissonanter Noiserock zusammen mit merkwürdigen Geräuschen und Monologen eine untrennbare Einheit bilden, habe ich seitdem nicht mehr gehört.
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Sonntag, 4. Juli 2010
Angel, Angel, Down We Go
hypnosemaschinen, 20:36h
Cult of the Damned, USA 1969, Regie: Robert Thom

Der Vater des Teenagers Tara ist einer der reichsten Männer Amerikas, ihre Mutter wiederum ein ehemaliges Zigarettenmädchen und Pornofilmdarstellerin. Letztere möchte für ihre Tochter, die aus dem Schweizer Internat heimgekehrt ist, eine pompöse Coming Out-Party schmeißen, was für die schüchterne, übergewichtige Tara einem Alptraum gleichkommt. Nach wenigen Minuten flüchtet sie in ein Waldstück und wird dort beinah von dem Rocksänger „Bogart Peter Stuyvesant“ überfahren, der sie anschließend zum Mitfahren überredet und verführt. Tara ist aber nur das erste Ziel des charismatischen Exzentrikers, er möchte auch noch an Mutter und Vater ran...

Es ist schon ein bemerkenswerter Zufall, daß dieser Film in den Kinos lief, als die berüchtigten Tate/LaBianca-Morde der Manson-Familie stattfanden. Da er ziemlich floppte, brachte die nie um Marketingkampagnen verlegene AIP ihn kurze Zeit später unter dem Titel „Cult of the Damned“ noch einmal heraus, auf den Plakaten direkte Bezüge zu den Ereignissen nehmend. Das half freilich auch wenig, denn abgesehen von einzelnen Szenen dürfte das Horrorfilm-Publikum diesem satirischen Musical-Trip eher mit Unverständnis begegnet sein. Der Film wirkt auch heute noch an manchen Stellen hoffnungslos überladen, ist als Kuriosum aber hochinteressant. Da wär zum einen die immer noch schöne, ehemalige Oscargewinnerin und David Selznick-Gattin Jennifer Jones in der Rolle der Mutter, bei der man sich schon fragt, ob sie wußte, in was sie da hineingeraten war. Dann ist da noch eine von visuellen Ideen überlaufende Bildgestaltung, die oft Collagen im Stil von Robert Rauschenberg verwendet, und zu guter letzt die Songs aus der Feder von Barry Mann, gegen die man auch nichts haben kann. (Beim folgenden Clip fehlt leider ein großer Teil des Slomo-Sitar-Intros.)

Der Vater des Teenagers Tara ist einer der reichsten Männer Amerikas, ihre Mutter wiederum ein ehemaliges Zigarettenmädchen und Pornofilmdarstellerin. Letztere möchte für ihre Tochter, die aus dem Schweizer Internat heimgekehrt ist, eine pompöse Coming Out-Party schmeißen, was für die schüchterne, übergewichtige Tara einem Alptraum gleichkommt. Nach wenigen Minuten flüchtet sie in ein Waldstück und wird dort beinah von dem Rocksänger „Bogart Peter Stuyvesant“ überfahren, der sie anschließend zum Mitfahren überredet und verführt. Tara ist aber nur das erste Ziel des charismatischen Exzentrikers, er möchte auch noch an Mutter und Vater ran...

Es ist schon ein bemerkenswerter Zufall, daß dieser Film in den Kinos lief, als die berüchtigten Tate/LaBianca-Morde der Manson-Familie stattfanden. Da er ziemlich floppte, brachte die nie um Marketingkampagnen verlegene AIP ihn kurze Zeit später unter dem Titel „Cult of the Damned“ noch einmal heraus, auf den Plakaten direkte Bezüge zu den Ereignissen nehmend. Das half freilich auch wenig, denn abgesehen von einzelnen Szenen dürfte das Horrorfilm-Publikum diesem satirischen Musical-Trip eher mit Unverständnis begegnet sein. Der Film wirkt auch heute noch an manchen Stellen hoffnungslos überladen, ist als Kuriosum aber hochinteressant. Da wär zum einen die immer noch schöne, ehemalige Oscargewinnerin und David Selznick-Gattin Jennifer Jones in der Rolle der Mutter, bei der man sich schon fragt, ob sie wußte, in was sie da hineingeraten war. Dann ist da noch eine von visuellen Ideen überlaufende Bildgestaltung, die oft Collagen im Stil von Robert Rauschenberg verwendet, und zu guter letzt die Songs aus der Feder von Barry Mann, gegen die man auch nichts haben kann. (Beim folgenden Clip fehlt leider ein großer Teil des Slomo-Sitar-Intros.)
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