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Dienstag, 19. Oktober 2010
La nuit de la mort
hypnosemaschinen, 23:43h
Night of Death!, Frankreich 1980, Regie: Raphaël Delpard

Martine ist froh, in einem entlegenem Altenheim auf dem Lande endlich mal einen gut bezahlten Job gefunden zu haben. Die Bewohner sind zwar allesamt ein wenig skurril, aber dafür freundet sie sich mit ihrer Kollegin Nicole an. Als diese eines Tages spurlos verschwindet, macht Martine auf der Suche nach den Ursachen einige ungeheuerliche Entdeckungen...

Obwohl der Film einige saftige Szenen enthält, dürfte das Erzähltempo den ein oder anderen Gorebauern wohl eher abschrecken. Dafür gibt es aber eine sehr gelungene Atmosphäre und mit den senilen Senioren, die allesamt von echten Charakterköpfen dargestellt werden, eine recht interessante Form der Bedrohung. Wenn auch etwas straighter an den Plot gebunden als die Filme von Jean Rollin, dürften deren Freunde aufgrund von Stimmung, Locations und hübscher Protagonistin auch hier auf ihre Kosten kommen. Der Score ist auch recht außergewöhnlich und wirkungsvoll ausgefallen. Definitiv kein Film für Leute, die auch so schon Angst vor Rentnern und Senioren haben. Gibt es da eigentlich einen Fachbegriff für, Gerontophobie, oder so? Oha, die wikipedia sagt ja. Wußte ich auch noch nicht, hatte ich nur eben mal so abgeleitet.


Martine ist froh, in einem entlegenem Altenheim auf dem Lande endlich mal einen gut bezahlten Job gefunden zu haben. Die Bewohner sind zwar allesamt ein wenig skurril, aber dafür freundet sie sich mit ihrer Kollegin Nicole an. Als diese eines Tages spurlos verschwindet, macht Martine auf der Suche nach den Ursachen einige ungeheuerliche Entdeckungen...

Obwohl der Film einige saftige Szenen enthält, dürfte das Erzähltempo den ein oder anderen Gorebauern wohl eher abschrecken. Dafür gibt es aber eine sehr gelungene Atmosphäre und mit den senilen Senioren, die allesamt von echten Charakterköpfen dargestellt werden, eine recht interessante Form der Bedrohung. Wenn auch etwas straighter an den Plot gebunden als die Filme von Jean Rollin, dürften deren Freunde aufgrund von Stimmung, Locations und hübscher Protagonistin auch hier auf ihre Kosten kommen. Der Score ist auch recht außergewöhnlich und wirkungsvoll ausgefallen. Definitiv kein Film für Leute, die auch so schon Angst vor Rentnern und Senioren haben. Gibt es da eigentlich einen Fachbegriff für, Gerontophobie, oder so? Oha, die wikipedia sagt ja. Wußte ich auch noch nicht, hatte ich nur eben mal so abgeleitet.

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Sonntag, 17. Oktober 2010
Traum vom Gitarrengeschäft
hypnosemaschinen, 03:59h
Der Tremolohebel meiner Gitarre fiel herunter, und kurz darauf fiel die ganze Gitarre auseinander. Ich bin in einem Gitarrenladen, wo mich zwei ältere Damen bedienen. Ich brauche aus irgendeinem Grunde unbedingt eine akustische Gitarre, habe aber nur 20 Mark. Die Verkäuferin will mir das "Hüsker Dü-Anfänger-Set" für 179,- DM aufschwatzen. Auf dem Karton ist eine Stratkopie abgebildet, innendrin die Gitarre ist aber mehr eine Ibanez-Kopie, sieht ganz anders aus. Die Verkäuferin will das Ding gegen die Einzelteile meiner echten Strat eintauschen. Ich rege mich auf, schreie herum, "Ich bin doch nicht bescheuert, ich verkaufe doch meine Gitarre nicht!" Irgendwo im Laden steht ein Fernseher, auf dem ein Hardcore-Porno läuft, in dem Ingrid Steeger es mit vier Männern gleichzeitig treibt. Später greife ich zu einer akustischen Gitarre und spiele ein trauriges, grooviges Lied. In einem Nebenraum tauchen ein Langhaariger und zwei Afrikanerinnen auf, die zu dem Song tanzen. Erst nach dem Aufwachen fiel mir auf, daß ein "Hüsker Dü-Anfängerset" mit einer Fender-Kopie eine ziemlich blöde Idee ist, da Bob Mould immer Gibson gespielt hat.
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Samstag, 16. Oktober 2010
The Vanished
hypnosemaschinen, 04:40h
Ame no machi, Japan 2006, Regie: Makoto Tanaka

Sota schreibt für ein Okkult-Magazin und wird wider Willens von seinem Chef in die Provinz geschickt, weil dort die Leiche eines Schuljungen ohne innere Organe aufgefunden wurde. Daß das möglicherweise triviale, natürliche Ursachen haben kann, ist beiden klar, aber der Reporter soll ein paar Fotos schießen und notfalls eine Horrorgeschichte über böse Organhändler erfinden. Sota staunt aber nicht schlecht, als ihm ein sichtlich irritierter Mediziner die Kinderleiche präsentiert: Dieser wurden keine Organe entnommen, es scheint niemals welche gehabt zu haben, besteht der Körper doch nur aus einer gleichförmigen Gewebemasse. Recherchen nach der Schuluniform des Kindes führen ihn zu der Annahme, daß der Junge zu einer Gruppe von Schülern gehörte, die 1962 auf einem Schulausflug verschwanden und nie mehr gesehen wurden...oder doch?

Der in der letzten Dekade erneut aufscheinende Boom japanischer Geisterfilme hat ja leicht dazu geführt, daß man den Überblick und das Interesse verloren hat, vor allem, da zahlreiche mediokre Exemplare dabei waren. Hier und da gibt es aber immer noch angenehme Ausreißer zu entdecken, und dieser Film gehört zweifellos dazu. Basierend auf einer Erzählung von Hideyuki Kikuchi, bedient sich der Film der Struktur einer Detektivgeschichte, in der die Geheimnisse und Zusammenhänge nach und nach aufgedeckt werden, einer von u.a. Edogawa Rampo gelegten japanischen Erzähltradition des Phantastischen folgend und an den ein Jahr zuvor entstandenen Noroi erinnernd, der aber ein noch wesentlich besserer Film ist. Zu meckern gibt es hier nämlich schon ein bißchen, das schreib ich aber, um nicht noch mehr zu spoilern, lieber in unsichtbarer Tinte: Ich fand den Gedanken, mit dem eigenem Kind zusammenzuleben, das nicht älter wird und keine inneren Organe hat, unheimlich genug, da müssen sich die Blagen nicht noch nachts mit CGI in irgendwelche Monster verwandeln. Trotzdem ein origineller und spannender Film, der zwar bekannte Versatzstücke (Hallo, Village of the Damned!) verarbeitet, aber doch ziemlich unvorhersehbar bleibt und einige J-Horror-Klischees gekonnt auf den Kopf stellt.


Sota schreibt für ein Okkult-Magazin und wird wider Willens von seinem Chef in die Provinz geschickt, weil dort die Leiche eines Schuljungen ohne innere Organe aufgefunden wurde. Daß das möglicherweise triviale, natürliche Ursachen haben kann, ist beiden klar, aber der Reporter soll ein paar Fotos schießen und notfalls eine Horrorgeschichte über böse Organhändler erfinden. Sota staunt aber nicht schlecht, als ihm ein sichtlich irritierter Mediziner die Kinderleiche präsentiert: Dieser wurden keine Organe entnommen, es scheint niemals welche gehabt zu haben, besteht der Körper doch nur aus einer gleichförmigen Gewebemasse. Recherchen nach der Schuluniform des Kindes führen ihn zu der Annahme, daß der Junge zu einer Gruppe von Schülern gehörte, die 1962 auf einem Schulausflug verschwanden und nie mehr gesehen wurden...oder doch?

Der in der letzten Dekade erneut aufscheinende Boom japanischer Geisterfilme hat ja leicht dazu geführt, daß man den Überblick und das Interesse verloren hat, vor allem, da zahlreiche mediokre Exemplare dabei waren. Hier und da gibt es aber immer noch angenehme Ausreißer zu entdecken, und dieser Film gehört zweifellos dazu. Basierend auf einer Erzählung von Hideyuki Kikuchi, bedient sich der Film der Struktur einer Detektivgeschichte, in der die Geheimnisse und Zusammenhänge nach und nach aufgedeckt werden, einer von u.a. Edogawa Rampo gelegten japanischen Erzähltradition des Phantastischen folgend und an den ein Jahr zuvor entstandenen Noroi erinnernd, der aber ein noch wesentlich besserer Film ist. Zu meckern gibt es hier nämlich schon ein bißchen, das schreib ich aber, um nicht noch mehr zu spoilern, lieber in unsichtbarer Tinte: Ich fand den Gedanken, mit dem eigenem Kind zusammenzuleben, das nicht älter wird und keine inneren Organe hat, unheimlich genug, da müssen sich die Blagen nicht noch nachts mit CGI in irgendwelche Monster verwandeln. Trotzdem ein origineller und spannender Film, der zwar bekannte Versatzstücke (Hallo, Village of the Damned!) verarbeitet, aber doch ziemlich unvorhersehbar bleibt und einige J-Horror-Klischees gekonnt auf den Kopf stellt.

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