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Samstag, 14. Mai 2011
Cien gritos de terror
hypnosemaschinen, 01:47h
100 Cries of Terror, Mexiko 1965, Regie: Ramón Obón

Episode 1: Ein reicher Tunichtgut erwirbt ein verfluchtes Haus zu einem Spottpreis und zeigt es seiner Frau. Diese ist nur partiell begeistert und hat scheinbar ein schwaches Herz, so daß der Zuschauer ahnt, auf was es hinausläuft...die Prämisse von Episode 2 enthält verblüffende Parallelen zum unlängst hier besprochenen Till Death: Ein Mann besucht das Grab seiner Geliebten, wird aber irrtümlich in der Gruft eingeschlossen...

Schier unglaublich, wieviel tolle Genrefilme in irgendwelchen mexikanischen Archiven schlummern. Dieser hier gehört vielleicht nicht unbedingt zu den Meisterwerken, hat aber genügend Elemente um für den Genre-Aficionado interessant zu sein. Vor allem die Montage im zweiten Teil ist relativ verblüffend, einerseits durch die avantgardistischen schnellen Schnitte, andererseits durch die nicht unbedingt mit der Geschichte im Zusammenhang stehenden Motive, welche die gesamte Erzählung noch zusätzlich verrätseln: Die sehen gut aus, die Close-Ups von Stromleitungen, aber in welcher Beziehung sie zur Filmhandlung stehen, wird nicht ganz klar. Ist vielleicht auch nur so ein mexikanisches Insider-Ding.


Episode 1: Ein reicher Tunichtgut erwirbt ein verfluchtes Haus zu einem Spottpreis und zeigt es seiner Frau. Diese ist nur partiell begeistert und hat scheinbar ein schwaches Herz, so daß der Zuschauer ahnt, auf was es hinausläuft...die Prämisse von Episode 2 enthält verblüffende Parallelen zum unlängst hier besprochenen Till Death: Ein Mann besucht das Grab seiner Geliebten, wird aber irrtümlich in der Gruft eingeschlossen...

Schier unglaublich, wieviel tolle Genrefilme in irgendwelchen mexikanischen Archiven schlummern. Dieser hier gehört vielleicht nicht unbedingt zu den Meisterwerken, hat aber genügend Elemente um für den Genre-Aficionado interessant zu sein. Vor allem die Montage im zweiten Teil ist relativ verblüffend, einerseits durch die avantgardistischen schnellen Schnitte, andererseits durch die nicht unbedingt mit der Geschichte im Zusammenhang stehenden Motive, welche die gesamte Erzählung noch zusätzlich verrätseln: Die sehen gut aus, die Close-Ups von Stromleitungen, aber in welcher Beziehung sie zur Filmhandlung stehen, wird nicht ganz klar. Ist vielleicht auch nur so ein mexikanisches Insider-Ding.

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Donnerstag, 5. Mai 2011
Bad Luck Charms & Plattenlegerei am 7.5., AZ Aachen
hypnosemaschinen, 20:31h

Diesen Samstag spielen die BAD LUCK CHARMS aus New York um Kerry Martinez (U.S. BOMBS, SHATTERED FAITH) im ehrwürdigen AZ, um das Erscheinen der Vinylausgabe ihres Albums zu feiern. Im Vorprogramm die vielversprechenden BLOODSTAINS und im Nachprogramm lege ich dann Platten auf und werde dabei von Karsten Nazidog unterstützt. Eine Menge Punkrock auf einen Haufen also! Hinkommen, Bier trinken, tanzen, irgendwann umfallen.
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Dienstag, 3. Mai 2011
Pontianak (Bidan Gayah)
hypnosemaschinen, 02:20h
Malaysia 2003, Regie: Rahman Adam

Unser Protagonist, der gleichzeitig auch Dorftrottel und komisches Element des Films ist, wird nachts von komischen Geräuschen einer kichernden Frau geweckt, und hat seitdem tierisch Schiß. Die Geisterfrau begegnet ihm immer wieder, selbst in einem Büro in der Großstadt. Da hat er eines Tages einen Traum, der scheinbar die Geschichte des Phantoms erzählt...

Pontianak-Filme werden in Singapur und Malaysia seit den 50er Jahren gedreht (ein paar Informationen zur Historie hier) – und da keine davon mit irgendwelchen Untertiteln verfügbar sind, habe ich immer noch nicht ganz geblickt, ob die Titelgestalten jetzt Eulenmenschen, Vampire oder weibliche Rachegeister sind. Irgendwas dazwischen, nehme ich an. Jedenfalls scheint es im neuen Jahrtausend einen ganzen Schwung neuer Produktionen zum Thema zu geben, und während Return to Pontianak 2001 das ganze noch ernsthaft anging, ist der Komödienanteil hier auf fast schon körperverletzende Weise erhöht. Das bessert sich ein bißchen in der zweiten Hälfte, die komplett aus einem Traum des Dorftrottels besteht, in dem er selbst nicht vorkommt und die wohl auch als so eine Art Rückblende gedacht ist. Aber auch hier scheinen die wenigen gelungenen unheimlichen Sequenzen ohne Sinn und Verstand in den Film reingetackert worden zu sein. Bißchen schade, da dann und wann trotz des schlimm synthetischen Scores tatsächlich mal Atmosphäre aufzukommen vermag und auch mal eine hübsche Bildkomposition gelingt. Die Version von 1974 bleibt daher bislang mein Favorit.


Unser Protagonist, der gleichzeitig auch Dorftrottel und komisches Element des Films ist, wird nachts von komischen Geräuschen einer kichernden Frau geweckt, und hat seitdem tierisch Schiß. Die Geisterfrau begegnet ihm immer wieder, selbst in einem Büro in der Großstadt. Da hat er eines Tages einen Traum, der scheinbar die Geschichte des Phantoms erzählt...

Pontianak-Filme werden in Singapur und Malaysia seit den 50er Jahren gedreht (ein paar Informationen zur Historie hier) – und da keine davon mit irgendwelchen Untertiteln verfügbar sind, habe ich immer noch nicht ganz geblickt, ob die Titelgestalten jetzt Eulenmenschen, Vampire oder weibliche Rachegeister sind. Irgendwas dazwischen, nehme ich an. Jedenfalls scheint es im neuen Jahrtausend einen ganzen Schwung neuer Produktionen zum Thema zu geben, und während Return to Pontianak 2001 das ganze noch ernsthaft anging, ist der Komödienanteil hier auf fast schon körperverletzende Weise erhöht. Das bessert sich ein bißchen in der zweiten Hälfte, die komplett aus einem Traum des Dorftrottels besteht, in dem er selbst nicht vorkommt und die wohl auch als so eine Art Rückblende gedacht ist. Aber auch hier scheinen die wenigen gelungenen unheimlichen Sequenzen ohne Sinn und Verstand in den Film reingetackert worden zu sein. Bißchen schade, da dann und wann trotz des schlimm synthetischen Scores tatsächlich mal Atmosphäre aufzukommen vermag und auch mal eine hübsche Bildkomposition gelingt. Die Version von 1974 bleibt daher bislang mein Favorit.

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