Freitag, 13. Mai 2011
Cien gritos de terror
100 Cries of Terror, Mexiko 1965, Regie: Ramón Obón



Episode 1: Ein reicher Tunichtgut erwirbt ein verfluchtes Haus zu einem Spottpreis und zeigt es seiner Frau. Diese ist nur partiell begeistert und hat scheinbar ein schwaches Herz, so daß der Zuschauer ahnt, auf was es hinausläuft...die Prämisse von Episode 2 enthält verblüffende Parallelen zum unlängst hier besprochenen Till Death: Ein Mann besucht das Grab seiner Geliebten, wird aber irrtümlich in der Gruft eingeschlossen...



Schier unglaublich, wieviel tolle Genrefilme in irgendwelchen mexikanischen Archiven schlummern. Dieser hier gehört vielleicht nicht unbedingt zu den Meisterwerken, hat aber genügend Elemente um für den Genre-Aficionado interessant zu sein. Vor allem die Montage im zweiten Teil ist relativ verblüffend, einerseits durch die avantgardistischen schnellen Schnitte, andererseits durch die nicht unbedingt mit der Geschichte im Zusammenhang stehenden Motive, welche die gesamte Erzählung noch zusätzlich verrätseln: Die sehen gut aus, die Close-Ups von Stromleitungen, aber in welcher Beziehung sie zur Filmhandlung stehen, wird nicht ganz klar. Ist vielleicht auch nur so ein mexikanisches Insider-Ding.

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Viva Mexico
Ich hab immer noch ein bisschen Respekt vor Mexiko, weil die Erfahrung durch unsere Verleiher eher mit dem hinterletzten Videoschund zu tun hat, als mit durchaus interessanten mexikanischen Filmen, die es definitiv dort gibt. Ich befürchte, dies ist entweder eine der unerforschtesten Filmstätten, oder die haben im Gros doch nur Kaka gemacht. :D

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Bei solch einem Output...
...ist natürlich auch einiges an Mist dabei, was aber an mexikanischen Filmen hierzulande erschienen ist, ist schon herbste Willkür. Mein Fokus liegt ja auf dem Horrorfilm, und aus der klassischen Periode der 50er und 60er hat das mittlerweile leider wieder eingestampfte Label CASA NEGRA einige Perlen gehoben. Auch international sträflich vernachlässigt ist das Werk von Carlos Enrique Taboada, den man durchaus einen Meister des Horrorfilms nennen könnte, dessen Filme teilweise aber noch nicht mal in den USA erschienen sind. Es lohnt sich auch, immer mal in das Blog von Mirek Lipinski hineinzuschauen, das sein bald erscheinendes Buch zum mexikanischen Horrorfilm begleitet.

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Ah, danke
das scheint zumindest mal ein Ansatz in diese schwer zugängliche Welt zu sein. Mal sehen, was sich da für Goldstücke auftun.

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