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Sonntag, 23. September 2012
Carmilla
hypnosemaschinen, 22:37h
Polen 1980, Regie: Janusz Kondratiuk

Die junge Laura lebt mit ihrem Vater auf einem einsamen Landsitz - als in der Nähe eine Kutsche verunglückt und die Familie gebeten wird, die schöne Carmilla vorübergehend aufzunehmen, freut Laura sich, endlich eine Gefährtin gefunden zu haben. Doch Carmilla umgibt ein finsteres Geheimnis...

Den Umstand, daß diese Adaption nur in polnisch ohne Untertitel vorliegt, fand ich jetzt nicht so gravierend, hält sie sich doch ziemlich genau an die Vorlage von Sheridan Le Fanu, die ich - da es sich um meine Lieblings-Vampirgeschichte handelt - schon mindestens fünf mal gelesen habe. Schwerwiegender ist allerdings der Umstand, daß die einzig momentan verfügbare Fassung des Films von irgendjemanden arg "verschlimmbessert" wurde - es wurde komplett neue Musik dazugespielt (aus Coppolas Dracula-Adaption), und bei den dramatischsten Szenen auch noch Farbfilter, Zeitlupe und Wiederholungen eingebaut. Manche Leute kommen schon auf dumme Ideen! Eine definitive Bewertung des eigentlichen Films fällt daher etwas schwer: Streckenweise ist erkennbar, daß es sich um eine günstige Fernsehproduktion handelt, es gibt aber auch zahlreiche stimmungsvolle Momente. Gegen Izabela Trojanowska in der Titelrolle kann man auch nichts haben, und wenn es nach mir ginge, kann es nicht genug Adaptionen dieser Geschichte geben. Ich warte zwar immer noch auf die "Ultimative", an der ich gar nichts auszusetzen habe und alles so ist, wie ich mir eine Verfilmung selber vorstelle, aber die werde ich wohl selber drehen müssen...
Der folgende Clip fasst die Handlung des Films in knapp 10 Minuten grob zusammen und ist teilweise mit einem Hit der auch als Sängerin aktiven Frau Trojanowska unterlegt, dessen Titel man wohl als "Blutrote Nacht" übersetzen könnte.
EDIT: Der ursprüngliche Clip wurde wohl von Youtube entfernt, hier jetzt eine 3 Minuten-Version:

Die junge Laura lebt mit ihrem Vater auf einem einsamen Landsitz - als in der Nähe eine Kutsche verunglückt und die Familie gebeten wird, die schöne Carmilla vorübergehend aufzunehmen, freut Laura sich, endlich eine Gefährtin gefunden zu haben. Doch Carmilla umgibt ein finsteres Geheimnis...

Den Umstand, daß diese Adaption nur in polnisch ohne Untertitel vorliegt, fand ich jetzt nicht so gravierend, hält sie sich doch ziemlich genau an die Vorlage von Sheridan Le Fanu, die ich - da es sich um meine Lieblings-Vampirgeschichte handelt - schon mindestens fünf mal gelesen habe. Schwerwiegender ist allerdings der Umstand, daß die einzig momentan verfügbare Fassung des Films von irgendjemanden arg "verschlimmbessert" wurde - es wurde komplett neue Musik dazugespielt (aus Coppolas Dracula-Adaption), und bei den dramatischsten Szenen auch noch Farbfilter, Zeitlupe und Wiederholungen eingebaut. Manche Leute kommen schon auf dumme Ideen! Eine definitive Bewertung des eigentlichen Films fällt daher etwas schwer: Streckenweise ist erkennbar, daß es sich um eine günstige Fernsehproduktion handelt, es gibt aber auch zahlreiche stimmungsvolle Momente. Gegen Izabela Trojanowska in der Titelrolle kann man auch nichts haben, und wenn es nach mir ginge, kann es nicht genug Adaptionen dieser Geschichte geben. Ich warte zwar immer noch auf die "Ultimative", an der ich gar nichts auszusetzen habe und alles so ist, wie ich mir eine Verfilmung selber vorstelle, aber die werde ich wohl selber drehen müssen...
Der folgende Clip fasst die Handlung des Films in knapp 10 Minuten grob zusammen und ist teilweise mit einem Hit der auch als Sängerin aktiven Frau Trojanowska unterlegt, dessen Titel man wohl als "Blutrote Nacht" übersetzen könnte.
EDIT: Der ursprüngliche Clip wurde wohl von Youtube entfernt, hier jetzt eine 3 Minuten-Version:
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Sonntag, 16. September 2012
The Awakening
hypnosemaschinen, 01:18h
GB 2011, Regie: Nick Murphy

England 1921: Das Paranormale hat Hochkonjunktur und Autorin Florence hat es sich zur Aufgabe gemacht, Scharlatane auffliegen zu lassen, die mit übernatürlichen Inszenierungen Trauernden Geld aus der Tasche ziehen. Etwas ähnliches vermutet sie auch, als sie zu einem abgelegenen Knabeninternat gerufen wird, um die von dort überlieferten merkwürdigen Ereignisse zu untersuchen. Hier stellt sie jedoch bald fest, daß möglicherweise mehr dahintersteckt...

In der ersten Hälfte ist der Film ein sehr stil- und stimmungsvoller Geisterfilm der alten Schule mit zahlreichen netten Details und einer grandiosen Location. Scheinbar meinten die Macher aber, daß man einen Geisterfilm der alten Schule heutzutage nicht mehr verkaufen kann, so daß in der zweiten Hälfte unnötigerweise die mittlerweile auch schon zum Klischee verkommenen Twists eingebaut wurden, ohne die das Genre heutzutage wohl nicht mehr geht. Warum eigentlich? Was spricht gegen eine gute, straighte Geistergeschichte? Nun gut, meine Meinung ist da wohl auch nicht unbedingt repräsentativ.
Sonst noch am Mittwoch auf dem Fantasy Filmfest gesehen: Grabbers und Universal Soldier: Day of Reckoning.

England 1921: Das Paranormale hat Hochkonjunktur und Autorin Florence hat es sich zur Aufgabe gemacht, Scharlatane auffliegen zu lassen, die mit übernatürlichen Inszenierungen Trauernden Geld aus der Tasche ziehen. Etwas ähnliches vermutet sie auch, als sie zu einem abgelegenen Knabeninternat gerufen wird, um die von dort überlieferten merkwürdigen Ereignisse zu untersuchen. Hier stellt sie jedoch bald fest, daß möglicherweise mehr dahintersteckt...

In der ersten Hälfte ist der Film ein sehr stil- und stimmungsvoller Geisterfilm der alten Schule mit zahlreichen netten Details und einer grandiosen Location. Scheinbar meinten die Macher aber, daß man einen Geisterfilm der alten Schule heutzutage nicht mehr verkaufen kann, so daß in der zweiten Hälfte unnötigerweise die mittlerweile auch schon zum Klischee verkommenen Twists eingebaut wurden, ohne die das Genre heutzutage wohl nicht mehr geht. Warum eigentlich? Was spricht gegen eine gute, straighte Geistergeschichte? Nun gut, meine Meinung ist da wohl auch nicht unbedingt repräsentativ.
Sonst noch am Mittwoch auf dem Fantasy Filmfest gesehen: Grabbers und Universal Soldier: Day of Reckoning.
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Freitag, 14. September 2012
The Possession
hypnosemaschinen, 04:02h
Possession - Das Dunkle in dir, USA 2012, Regie: Ole Bornedal

Bei einem "yard sale" nimmt die kleine Emily eine alte Holzkiste mit, die sie fasziniert. Es gelingt ihr auch, diese zu öffnen, doch dabei befreit sie einen jüdischen Dämon, der von ihrem Körper Besitz ergreift...

Hinter dem Wechsel des ursprünglichen, viel reizvolleren Titel THE DYBBUK BOX zum schlußendlichen äußerst generischen steckt wohl jemand aus der Marketing-Abteilung, und die Sau schien sogar den richtigen Riecher gehabt zu haben, führte der Film doch letzte Woche die US-Kinocharts an, obwohl er nichts anderes als eine Variation der bereits 1973 von THE EXORCIST gesetzten Parameter bildet. (Wobei der Erfolg auch auf geschicktes virales Marketing zurückzuführen sein mag, stellte doch jemand die Holzkiste vor Filmstart bei eBay ein.) Der Dämon stellt freilich andere Sachen mit dem Mädchen an, und der Exorzist ist hier auch ein junger Rapper, äh, Rabbiner, aber bis auf ein paar Details wie die durchaus gelungene Motteninvasion hat der Film kaum Neues zum Thema beizutragen. Einen interessanten Plotpunkt läßt er zudem recht links liegen: Scheinbar wird hier eine nichtjüdische Familie von einem jüdischen Dämon heimgesucht, welcher Glaube ist denn nun der Richtige? Gibt es eventuell Dämonen aus allen Weltreligionen gleichzeitig? Solide inszeniert, mit guten Krawumms- und Spezialeffekten ausgestattet ist der Film schon, und gelangweilt habe ich mich auch nicht, aber Überraschungen oder Innovationen gibt es kaum.
Sonst noch am Dienstag auf dem Fantasy Filmfest in Köln gesehen: The Pact und The Hidden Face.

Bei einem "yard sale" nimmt die kleine Emily eine alte Holzkiste mit, die sie fasziniert. Es gelingt ihr auch, diese zu öffnen, doch dabei befreit sie einen jüdischen Dämon, der von ihrem Körper Besitz ergreift...

Hinter dem Wechsel des ursprünglichen, viel reizvolleren Titel THE DYBBUK BOX zum schlußendlichen äußerst generischen steckt wohl jemand aus der Marketing-Abteilung, und die Sau schien sogar den richtigen Riecher gehabt zu haben, führte der Film doch letzte Woche die US-Kinocharts an, obwohl er nichts anderes als eine Variation der bereits 1973 von THE EXORCIST gesetzten Parameter bildet. (Wobei der Erfolg auch auf geschicktes virales Marketing zurückzuführen sein mag, stellte doch jemand die Holzkiste vor Filmstart bei eBay ein.) Der Dämon stellt freilich andere Sachen mit dem Mädchen an, und der Exorzist ist hier auch ein junger Rapper, äh, Rabbiner, aber bis auf ein paar Details wie die durchaus gelungene Motteninvasion hat der Film kaum Neues zum Thema beizutragen. Einen interessanten Plotpunkt läßt er zudem recht links liegen: Scheinbar wird hier eine nichtjüdische Familie von einem jüdischen Dämon heimgesucht, welcher Glaube ist denn nun der Richtige? Gibt es eventuell Dämonen aus allen Weltreligionen gleichzeitig? Solide inszeniert, mit guten Krawumms- und Spezialeffekten ausgestattet ist der Film schon, und gelangweilt habe ich mich auch nicht, aber Überraschungen oder Innovationen gibt es kaum.
Sonst noch am Dienstag auf dem Fantasy Filmfest in Köln gesehen: The Pact und The Hidden Face.
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