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Mittwoch, 11. September 2013
A Field in England
GB 2013, Regie: Ben Wheatley



Eine kleine Gruppe Männer irrt während des Bürgerkriegs im 17. Jahrhundert über das Land, als ihnen ein Fremder begegnet, der sie dazu zwingt, ein Feld nach einem Schatz abzusuchen...



Man kann Regisseur Wheatley nicht vorwerfen, sich zu wiederholen, liefert er doch nach Kill List und Sightseers hier wieder etwas vollkommen anderes ab. Daß er sich dem Publikum anbiedert, kann man ebenfalls nicht behaupten, denn sein neuer Film ist eigenwillig, sperrig und leider auch ziemlich zäh. Wer britischen Humor der Marke "League of Gentlemen" (deren Reece Shearsmith hier auch eine Hauptrolle übernimmt) zu schätzen weiß, dürfte stellenweise auf seine Kosten kommen, auch finden sich zahlreiche Verweise auf andere Filme - allen voran Blood on Satan's Claw, aber auch Onibaba und El Topo kommen in den Sinn - aber für mich war das alles etwas zu wenig. Die durchaus gelungene Trip-Sequenz hätte auch ruhig etwas länger gehen können. An sich bietet der Film aber schon eine willkommene Abwechslung zu durchschnittlicher Standard-Genreware und ich werde Herrn Wheatley sicherlich weiter im Auge behalten.



Sonst noch am Montag auf dem Fantasy Filmfest gesehen: Love Eternal und The Last Days.

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Dienstag, 3. September 2013
Live-Audiokommentar XXXII: Die dunkle Saite der Macht


So ist es denn wieder September, und Zeit für den jährlichen Live-Audiokommentar mit dem lieben Freund und Kollegen Oliver von Remember it for later. Wie immer gibt es um 21 Uhr einen Überraschungsfilm in der Raststätte zu Aachen, zu dem kaltes Bier und weise Kommentare gereicht werden. OK, manchmal vielleicht auch nicht ganz so weise. Aber gut wird's bestimmt!

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Samstag, 31. August 2013
Kidnapped Coed
Trouble / Date with a Kidnapper, USA 1976, Regie: Frederick R. Friedel



Als er die Studentin Sandra entführt, hat der Kidnapper Eddie wohl nicht damit gerechnet, welche Schwierigkeiten das nach sich zieht: Bei ihrer Reise durchs amerikanische Hinterland geraten die beiden an zahlreiche skurrile Gestalten, die entweder noch viel krimineller oder vollkommen verrückt sind...



Das war jetzt mal eine ziemliche Überraschung: von Harry Novaks Firma "Box Office International" ist man normalerweise schmierige Sex & Gewalt-Ware gewohnt, abgesehen von einer schon ziemlich derben Vergewaltigungsszene geht der Film aber in eine vollkommen andere Richtung, und Nuditäten gibt es gar keine zu sehen.



Wir haben es hier eher mit einem beinah surrealem Roadmovie zu tun, der über weite Strecken auch hervorragend als Komödie funktioniert. Dazu tragen neben den tollen Locations vor allem die Darsteller bei, nicht nur die Hauptfiguren, auch zahlreiche Nebencharaktere sind perfekt besetzt.



Besonders aber überzeugt die Fotografie: Hier wurde fast jede Einstellung sorgfältig vorbereitet und alles sieht ziemlich großartig aus. Einer der Kameramänner war übrigens Phil Smoot, dem wir den Wahnsinn namens The Dark Power verdanken.



Wenn seine "schmuddelige" Herkunft dem Film nicht im Weg gestanden hätte, könnte diese kleine Perle sich durchaus zu den Roadmovie-Klassikern der New Hollywood-Ära gesellen. Ein paar seltsame Auslassungen, die Spaßverderber als Löcher im Plot bezeichnen können, steigern die Merkwürdigkeit des Films noch.





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