Montag, 17. März 2014
Las brujas de Zugarramurdi
Witching and Bitching, Spanien/Frankreich 2013, Regie: Álex de la Iglesia



Eine Gruppe kleinkrimineller Trottel will ein Pfandhaus überfallen und hält es für eine gute Idee, sich dafür als lebende Statuen auf einem belebtem Madrider Platz zu tarnen. Selbstverständlich geht alles schief und in Ermangelung eines Fluchtwagens kapern sie ein Taxi, das sie über die Grenze nach Frankreich bringen soll. Der Weg dorthin führt aber durch das Dorf Zugarramurdi, in dem es angeblich noch echte Hexen geben soll...



Wer schon einmal einen Film des Regisseurs gesehen hat, sollte wissen, was ihn erwartet: Schräge, zur Hysterie neigende Figuren und ein schwarzer Humor, der nur allzugern die Grenzen des "guten Geschmacks" übertritt. In seinem neuestem Film stehen die Probleme zwischen Männern und Frauen im Vordergrund, die dank der Hexenthematik freilich etwas übersteigert dargestellt werden. Schön, daß Iglesia sich wieder ins Gebiet des übernatürlichen Horrorfilms begibt und ähnlich wie bei seinem letztem Vorstoß in das Genre, El Día de la Bestia gibt es auch hier wieder ein Finale, das vollkommen over the top geraten ist. Neben einigen gelungenen Gags und zahlreichen hübschen visuellen Einfällen weiß vor allem der Vorspann zu gefallen, über den ich jetzt mal nichts spoilern will. Wer Iglesia kennt und mag, schaut sich den Film sowieso an, wer ihn noch nicht kennt, sollte ihn mal anprobieren. Wer den REFUSED-Song aus dem Trailer auch im Film erwartet, könnte jedoch enttäuscht werden.



Sonst noch am Sonntag auf den Fantasy Filmfest Nights in Köln gesehen: The Sacrament.

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