Samstag, 24. April 2010
Traum von einer neuen Wohnung
Ich habe anscheinend eine neue Wohnung im Frankenberger Viertel, die eigentlich sehr schön ist, auch von der Lage her. Allerdings stelle ich zu spät fest, daß sich die Toilette in einer Art Schaufenster befindet, in welches man von der Straße und vom Bürgersteig aus reinschauen kann. Der Raum war mir vorher schon viel zu groß vorgekommen, weil nur die Toilette drinstand, sonst nichts, kein Waschbecken oder so was. Der erste Stuhlgang verläuft relativ unangenehm und ich nehme mir vor, Jalousien zu kaufen.

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Donnerstag, 22. April 2010
Nymph
Nang mai, Thailand 2009, Regie: Pen-Ek Ratanaruang



Die Ehe von Nop und May trocknet gerade ziemlich aus, als sie zum Zelten in den Wald fahren, damit er seinem Job als Naturfotograf nachkommen kann. Eines Tages kehrt Nop jedoch nicht von seinem Ausflug in die Wildnis zurück: Scheinbar hat er in der Natur irgendetwas gefunden, das ihn festhält...



Hmm, irgendwie schwierig die Handlung zusammenzufassen, einerseits müßte man eigentlich zu viel verraten, andererseits bleibt vieles in diesem Film bewußt ambivalent und offen, so daß sich jeder selbst einen Reim drauf machen kann, was genau hier vor sich geht. Schon bei der langen Plansequenz direkt zu Beginn des Films, bei der die Kamera langsam durch den Wald fährt dachte ich, Herr Ratanaruang begibt sich wohl jetzt auf die Pfade, die schon sein Landsmann Apichatpong Weerasethakul mit Blissfully yours und Tropical Malady betreten hat, die ultimative Dschungel-Atmosphäre zu erzeugen, aber schon schnell merkt man, daß der Blick hier auf eigentümliche Art und Weise verschoben ist: So findet am Bildrand eine Vergewaltigung statt, die aber schon bald aus dem Fokus verschwindet, und das, was man zuvor für eine Handkamera gehalten hat, erhebt sich plötzlich in die Vogelperspektive. Die Einheit von Mensch und Natur ist wohl ein wesentliches Thema des Films, aber auch Entfremdung, Tod und Metamorphose. Ja, auch übernatürliche Elemente und Geister kommen in diesem Film vor, trotz einiger unheimlicher Szenen ist das hier aber ganz und gar kein Horrorfilm, mehr ein elegisches Beziehungsdrama. Schön, daß Ratanaruang hier mal wieder etwas vollkommen anderes abliefert, bei Invisible Waves war ich ja etwas in Sorge, er wäre da steckengeblieben, wo er bei Last Life in the Universe aufgehört hatte. Aber bereits Ploy ging ja schon in eine andere Richtung und hat mit diesem Film das Beziehungsdrama gemein. Nang Mai ist noch ein ganzes Stück langsamer als die bisherigen Filme des Regisseurs, und wer Probleme mit langen Szenen hat, in denen nicht viel passiert (die Plansequenz zu Beginn bleibt nicht die Einzige) oder es nicht mag, sich die Bedeutung einzelner Handlungselemente selbst auszumalen, bleibt hier besser weg. Für die anderen gibt es einige prächtige Bilder und eine gerade durch ihr Understatement wundervoll mystisch aufgeladene Atmosphäre.

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Samstag, 17. April 2010
AGENT OUTRAGE & I WALK THE LINE im AZ Aachen am 27.4.


Zu guter letzt gibt es mich im April auch noch mal schreiend und schrammelnd auf der Bühne zu begutachten. Mit Agent Outrage treten wir nämlich als Support für die ebenfalls sehens- und hörenswerten
I walk the line aus Finnland im ehrwürdigen AZ Aachen auf. Ich freu mich drauf, das letzte Konzert ist auch schon wieder eine Weile her...

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