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Sonntag, 23. Mai 2010
The Shadow over Innsmouth
hypnosemaschinen, 01:29h
Innsmouth wo oou kage, Japan 1992, Regie: Jun Nasuda

Durch merkwürdige Visionen von Fischmenschen und vage Kindheitserinnerungen angestachelt, reist ein Fotojournalist in den abgelegenen Küstenort Innsmouth. Dort angekommen, häufen sich seltsame Ereignisse, vor allem die Bewohner des Orts sind äußerst eigenartig...

Es ist schon etwas bizarr, daß es in Japan Orte mit Namen wie Innsmouth, Arkham und Dunwich gibt! Aber OK, wenn man sie umbenannt hätte, hätte ich vermutlich nie von der Existenz dieser Lovecraft-Verfilmung erfahren. Die Vorlage ist meine Lieblingserzählung des Autors und ich wundere mich, daß sie nicht noch öfter verfilmt wurde. Dieser Fernsehproduktion von knapp einer Stunde Länge sieht man ihr niedriges Budget leider an, wobei es immerhin gelingt, die angemessene Atmosphäre zu erschaffen und die meisten Spezialeffekte sind auch recht ansehnlich, wenn man grüne Scheinwerfer mag. Dan Gildarks Cthulhu griff auch Elemente der Erzählung auf, hatte etwas mehr Budget, aber dafür andere Defizite. Die Japaner haben das schon irgendwie charmanter gemacht. Zur Zeit kann man den Film übrigens in mehreren Teilen auf youtube anschauen. Untertitel gibt es zwar keine, aber wenn man die Vorlage kennt, ist das kein großes Problem.


Durch merkwürdige Visionen von Fischmenschen und vage Kindheitserinnerungen angestachelt, reist ein Fotojournalist in den abgelegenen Küstenort Innsmouth. Dort angekommen, häufen sich seltsame Ereignisse, vor allem die Bewohner des Orts sind äußerst eigenartig...

Es ist schon etwas bizarr, daß es in Japan Orte mit Namen wie Innsmouth, Arkham und Dunwich gibt! Aber OK, wenn man sie umbenannt hätte, hätte ich vermutlich nie von der Existenz dieser Lovecraft-Verfilmung erfahren. Die Vorlage ist meine Lieblingserzählung des Autors und ich wundere mich, daß sie nicht noch öfter verfilmt wurde. Dieser Fernsehproduktion von knapp einer Stunde Länge sieht man ihr niedriges Budget leider an, wobei es immerhin gelingt, die angemessene Atmosphäre zu erschaffen und die meisten Spezialeffekte sind auch recht ansehnlich, wenn man grüne Scheinwerfer mag. Dan Gildarks Cthulhu griff auch Elemente der Erzählung auf, hatte etwas mehr Budget, aber dafür andere Defizite. Die Japaner haben das schon irgendwie charmanter gemacht. Zur Zeit kann man den Film übrigens in mehreren Teilen auf youtube anschauen. Untertitel gibt es zwar keine, aber wenn man die Vorlage kennt, ist das kein großes Problem.

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Samstag, 22. Mai 2010
Vorsicht Eigenwerbung II
hypnosemaschinen, 01:32h
Bei den geschätzten Kollegen der Aachener Untergrund Kultur gibt es gerade einen Bericht über die Kapelle Skippy, bei der ich seit 1987 das ein oder andere Instrument bediene. Da kann man auch altertümliche mp3s herunterladen, neueres Zeug der Musikanten gibt es auf myspace. Ergänzend dazu findet man hier ein Foto von mir bei einem unserer ersten Auftritte 1990 (äh, was, ist das tatsächlich schon 20 Jahre her?) im Schützenheim von Herzogenrath-Merkstein. Gratulationen zur Frisur sind in den Kommentaren abzugeben.


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Freitag, 21. Mai 2010
Die Jungfrau und der Teufel
hypnosemaschinen, 01:21h
Flickan och djävulen, Schweden 1944, Regie: Hampe Faustman

Vor ihrer Verbrennung flucht eine Hexe wild durch die Gegend, einige Zuhörer sind bestürzt. Kurze Zeit später werden wir Zeuge einer Geburt, die Mutter stirbt, der verfluchte Vater betrachtet den Rücken des Kindes und ist nicht begeistert. Bald darauf wirft er es in einen Fluß und erhängt sich. Über die Bilder der Flusses erzählt uns eine Off-Stimme etwas (kann kein Schwedisch), vermutlich vergeht ein längerer Zeitraum. Die junge hübsche Karin heuert bei einem Bauern an und vermutlich ist sie der Säugling aus dem Prolog, hat sie doch keine Eltern und ein Teufelsmal auf dem Rücken, wie wir später erfahren. Bereits in ihrer ersten Nacht am neuen Arbeitsplatz überrascht sie ein mysteriöser fahrender Händler auf dem Heuboden, der wohl niemand anders als Satan selbst ist. Er sagt ein paar Dinge zu ihr und es geht eine seltsame Verwandlung mit ihr vor, auf einmal ist sie nicht mehr so hübsch. Diese Metamorphose ist aber nur temporär und bricht immer dann erneut hervor, wenn der meist betrunkene geile Bauer ihr was will, die eifersüchtigen anderen Frauen auf dem Hof sie anschwärzen wollen, oder der Teufel es ihr befiehlt. Klaro verliebt sich der Sohn des Bauern in sie, und klar wollen die Dörfler die Hexe gerne anzünden...

Wie schon der ein oder andere hier besprochene Film, auch dies ein wertvoller Tipp von recotard. Liest sich die Handlung zwar wie eine Durchschnitts-Hexengeschichte, so ist doch zu konstatieren, daß der Film, auch wenn man kein Wort versteht, zu keinem Zeitpunkt langweilig wird. Wunderbar fotografiert, wird eine durchaus angenehme Stimmung erzeugt, der Filmdienst nennt es "bäuerlichen Balladenstil", "grob und ohne Poesie", aber was wissen die schon. Wenn die Sequenz, in der sich der Vater erhängt, nicht poetisch ist, dann weiß ich's auch nicht. Dazu kommen noch viele weitere feine, überraschende Szenen wie die Verwandlungen Karins oder ein erstaunlich freizügiges Bad im Waldsee. Falls es noch fantasieloses Name-Dropping braucht: Möglicherweise hat der Regisseur vorher Dreyers Vredens Dag gesehen, aber noch sicherer hat wohl der junge Bergman diesen Film gesehen, findet sich doch einiges aus etwa der Jungfrauenquelle oder dem Siebten Siegel hier vorexerziert. Ja, könnte man nicht in allen Ländern dieser Erde derartige Kostbarkeiten auf DVD kredenzen, und dabei auch bedenken, daß englische Untertitel recht nützlich sind, da sich evtl. auch Leute außerhalb des eigenen Landes für diese Perlen interessieren? Kann ja eigentlich so teuer nicht sein.


Vor ihrer Verbrennung flucht eine Hexe wild durch die Gegend, einige Zuhörer sind bestürzt. Kurze Zeit später werden wir Zeuge einer Geburt, die Mutter stirbt, der verfluchte Vater betrachtet den Rücken des Kindes und ist nicht begeistert. Bald darauf wirft er es in einen Fluß und erhängt sich. Über die Bilder der Flusses erzählt uns eine Off-Stimme etwas (kann kein Schwedisch), vermutlich vergeht ein längerer Zeitraum. Die junge hübsche Karin heuert bei einem Bauern an und vermutlich ist sie der Säugling aus dem Prolog, hat sie doch keine Eltern und ein Teufelsmal auf dem Rücken, wie wir später erfahren. Bereits in ihrer ersten Nacht am neuen Arbeitsplatz überrascht sie ein mysteriöser fahrender Händler auf dem Heuboden, der wohl niemand anders als Satan selbst ist. Er sagt ein paar Dinge zu ihr und es geht eine seltsame Verwandlung mit ihr vor, auf einmal ist sie nicht mehr so hübsch. Diese Metamorphose ist aber nur temporär und bricht immer dann erneut hervor, wenn der meist betrunkene geile Bauer ihr was will, die eifersüchtigen anderen Frauen auf dem Hof sie anschwärzen wollen, oder der Teufel es ihr befiehlt. Klaro verliebt sich der Sohn des Bauern in sie, und klar wollen die Dörfler die Hexe gerne anzünden...

Wie schon der ein oder andere hier besprochene Film, auch dies ein wertvoller Tipp von recotard. Liest sich die Handlung zwar wie eine Durchschnitts-Hexengeschichte, so ist doch zu konstatieren, daß der Film, auch wenn man kein Wort versteht, zu keinem Zeitpunkt langweilig wird. Wunderbar fotografiert, wird eine durchaus angenehme Stimmung erzeugt, der Filmdienst nennt es "bäuerlichen Balladenstil", "grob und ohne Poesie", aber was wissen die schon. Wenn die Sequenz, in der sich der Vater erhängt, nicht poetisch ist, dann weiß ich's auch nicht. Dazu kommen noch viele weitere feine, überraschende Szenen wie die Verwandlungen Karins oder ein erstaunlich freizügiges Bad im Waldsee. Falls es noch fantasieloses Name-Dropping braucht: Möglicherweise hat der Regisseur vorher Dreyers Vredens Dag gesehen, aber noch sicherer hat wohl der junge Bergman diesen Film gesehen, findet sich doch einiges aus etwa der Jungfrauenquelle oder dem Siebten Siegel hier vorexerziert. Ja, könnte man nicht in allen Ländern dieser Erde derartige Kostbarkeiten auf DVD kredenzen, und dabei auch bedenken, daß englische Untertitel recht nützlich sind, da sich evtl. auch Leute außerhalb des eigenen Landes für diese Perlen interessieren? Kann ja eigentlich so teuer nicht sein.

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