Sonntag, 19. September 2010
Sonny Vincent @ Hauptquartier Aachen, 17.9.2010
Fein, einer der Punkrocker der ersten Stunde ist wieder in der Stadt! Sonny Vincent wurde mit seinen Bands wie den TESTORS oder SHOTGUN RATIONALE nie richtig berühmt, was ihn aber nicht davon abhält, seit 1976 auf der ganzen Welt seine Version von dreckigem Rock'n'Roll in kleine Spelunken zu tragen. Bei meiner Ankunft im HQ irritierte mich allerdings zunächst das Bühnenbild. Da fehlt doch was? Wo ist denn das Schlagzeug? Eine Rückfrage bei Soundmann par excellence Ramon ergab, daß Bassist und Schlagzeuger wohl noch unterwegs sind. Weitere Recherchen führten zu der Erkenntnis, daß sie wohl in der Nähe von Hannover in einem Stau stecken. Tja, das konnte dann wohl noch was dauern mit dem Konzertbeginn. Was macht man wohl in so einer Situation, begleitet von zwei durstigen Bandkollegen? Richtig, erst mal ordentlich was saufen. Zwischen dem Trinken unterhält man sich mit anderen Leuten im Publikum - ziemlich viele Leute von außerhalb, eine Kleinfamilie war extra aus Brüssel angereist - und holt sich auf dem Pissoir den aktuellen Stand über den Verbleib der fehlenden Musiker ab. ("Sind jetzt bei Köln." "Waren gerade an Düren vorbeigefahren.") So etwa gegen Mitternacht tauchten sie dann auch tatsächlich in der Promenadenstraße auf. Ich war aber schon so dicht, daß ich mich an das Konzert nur noch sehr bruchstückhaft erinnern kann. War aber, glaube ich, verdammt geil. Henk war auch wieder vor Ort, und vielleicht kann man auf seinem Youtube-Channel in ein paar Stunden/Tagen auch einen Clip sehen, der das bestätigt.

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Freitag, 17. September 2010
Medium
Polen 1985, Regie: Jacek Koprowicz



Das Ostseebad Sopot, 1933: Während sein Kollege fleißig Führerbildchen ins Büro hängt, findet sich Kommissar Selin immer wieder nach seltsamen Trance-Zuständen und Gedächtnisverlust in einem Strandsessel wieder, was er zunächst seinem nicht unerheblichem Alkoholkonsum zuschreibt. Auch tauchen plötzlich Fremde in der Stadt auf, wie etwa ein buckliger Bankangestellter aus Berlin, die nicht wissen, was sie hier eigentlich wollen. Der Parapsychologe Wagner scheint eine Erklärung dafür zu haben, und es scheint alles auch auf mysteriöse Weise mit einem Mordfall zusammenzuhängen, der vor über dreißig Jahren geschah...



In vortrefflichen Bildern ruhig erzählter phantastischer Film, der übernatürliche Elemente mit einer Kriminalhandlung mischt, und wie seine unsicheren Protagonisten ständig zwischen verschiedenen Zuständen schwebt. Auch wenn der Regisseur hier einen eigenen Stoff verfilmte, erinnerten mich die Handlungszeit, das Thema einer auf die Gegenwart zugreifenden Vergangenheit und die leicht verfallene Villa als Handlungsort doch stark an die Erzählungen von Stefan Grabiński (über den es in diesem Blog demnächst ein Special geben wird), wobei die Geschichte hier doch ein paar konkretere Erklärungen bietet als bei diesem normalerweise üblich. Richtig unheimliche Momente gibt es hier zwar kaum, aber wer originelle Filme mag, die eine fiebrige, unwirklich scheinende Atmosphäre (toll die eingeschobene Sonnenfinsternis) erzeugen, liegt hier genau richtig.

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Freitag, 17. September 2010
Traum von James Herriot
Habe in den letzten Wochen wohl zuviel "Der Doktor und das liebe Vieh" gekuckt: Träumte von einer Folge, in der ein Bauer schreiend aus dem Stall gerannt kam, bis sich sein Kopf aufblähte und die Augen sich aufbliesen und ihre Höhlen verließen; ähnlich wie es dem Bösewicht in Total Recall in der Marsatmosphäre geschieht. Später rennen auch James und Siegfried schreiend aus demselben Stall, wie ihre Köpfe explodieren, kriege ich aber glücklicherweise wegen Aufwachens nicht mehr mit.

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