... newer stories
Sonntag, 16. Oktober 2011
Anak Pontianak
hypnosemaschinen, 23:54h
Curse of the Vampire, Singapur/Malaysia 1958, Regie: Ramon Estella

Da keine Untertitel vorhanden waren und ich der malayischen Sprache nicht mächtig bin, muß ich für die Zusammenfassung wohl ein wenig spekulieren. Eine junge Frau ist verflucht, der Fluch des Pontianaks wurde aber bislang durch einen langen Nagel in ihrem Hinterkopf zurückgehalten. Als dieser kurz vor ihrem Tod entfernt wird, kehrt sie aus dem Grab zurück, hauptsächlich, um Rache zu nehmen, aber auch, um sich um ihren Sohn zu kümmern. Dieser verwandelt sich im Mannesalter aber auch in ein affenähnliches Monster. Nicht genug, wohnt in der Gegend auch noch ein Wissenschaftler, der sich Dr. Jekyll-mäßig selbst in ein Monster verwandeln möchte, was ihm auch gelingt. Ganz am Schluß taucht auch noch ein viertes Monster auf, das wegen seiner Hörner ein wenig an den Teufel erinnert...

Möglicherweise durch den später nach Hong Kong umgesiedelten Produzenten Run Run Shaw begünstigt finden sich in diesem Pontianak-Film wesentlich mehr Schauwerte als in vergleichbaren Produktionen aus Singapur, wie etwa Sumpah Pontianak, die wohl noch über ein weit geringeres Budget verfügen konnten. Hier gibt es dann neben dem reichlich erstaunlichem Monster-Makeup auch zahlreiche nebelverhangene atmosphärische Szenen, die durchaus punkten können.

Da macht es dann auch reichlich wenig, wenn man nicht hundertprozentig mitbekommt, worum es eigentlich geht - wenn am Schluß das Sohn-Monster gegen das Doktor-Monster kämpft und letzteres ohne Unterleib mit heraushängenden Gedärmen durch die Gegend fliegt (scheinbar ein Verwandter der in Indonesien beliebten "Penanggalans"), spricht das eine universelle Sprache.


Da keine Untertitel vorhanden waren und ich der malayischen Sprache nicht mächtig bin, muß ich für die Zusammenfassung wohl ein wenig spekulieren. Eine junge Frau ist verflucht, der Fluch des Pontianaks wurde aber bislang durch einen langen Nagel in ihrem Hinterkopf zurückgehalten. Als dieser kurz vor ihrem Tod entfernt wird, kehrt sie aus dem Grab zurück, hauptsächlich, um Rache zu nehmen, aber auch, um sich um ihren Sohn zu kümmern. Dieser verwandelt sich im Mannesalter aber auch in ein affenähnliches Monster. Nicht genug, wohnt in der Gegend auch noch ein Wissenschaftler, der sich Dr. Jekyll-mäßig selbst in ein Monster verwandeln möchte, was ihm auch gelingt. Ganz am Schluß taucht auch noch ein viertes Monster auf, das wegen seiner Hörner ein wenig an den Teufel erinnert...

Möglicherweise durch den später nach Hong Kong umgesiedelten Produzenten Run Run Shaw begünstigt finden sich in diesem Pontianak-Film wesentlich mehr Schauwerte als in vergleichbaren Produktionen aus Singapur, wie etwa Sumpah Pontianak, die wohl noch über ein weit geringeres Budget verfügen konnten. Hier gibt es dann neben dem reichlich erstaunlichem Monster-Makeup auch zahlreiche nebelverhangene atmosphärische Szenen, die durchaus punkten können.

Da macht es dann auch reichlich wenig, wenn man nicht hundertprozentig mitbekommt, worum es eigentlich geht - wenn am Schluß das Sohn-Monster gegen das Doktor-Monster kämpft und letzteres ohne Unterleib mit heraushängenden Gedärmen durch die Gegend fliegt (scheinbar ein Verwandter der in Indonesien beliebten "Penanggalans"), spricht das eine universelle Sprache.

... link (2 Kommentare) ... comment
Montag, 10. Oktober 2011
El Charro de las Calaveras
hypnosemaschinen, 00:53h
The Rider of the Skulls, Mexiko 1965, Regie: Alfredo Salazar

Seit seine Eltern von Banditen ermordert wurden, zieht der maskierte "Reiter der Totenschädel" durch das Land, um gegen das Böse zu kämpfen. Dabei trifft er prompt auf einem Werwolf - da dieser aber der Stiefvater des kleinen Juanito war, dessen Mutter auch totgebissen wurde, sieht sich unser Reiter gezwungen, sich des Jungen anzunehmen. Dummerweise hängt sich auch noch der Comic Sidekick Cléofas an die beiden und nervt den Rest des Films hauptsächlich, während sie in anderen Dörfern weiteren unheimlichen Gestalten wie einem Vampir oder einem kopflosen Reiter begegnen...

Deutlich von den US-Serials beeinflusst, wird hier hauptsächlich auf Action denn auf unheimliche Atmosphäre Wert gelegt. Der Film legt dann auch ein durchaus brauchbares Tempo vor, bietet aber ansonsten nur in einigen Details (um die Vorgeschichte des Werwolfs zu erzählen, wird von einer Hexe extra ein Leichnam aufgeweckt, siehe Bild 1) wirklich Erinnerungswürdiges. Die letzte Episode um den kopflosen Reiter ist noch am gelungendsten, vielleicht auch, weil die Figur im Vergleich zu Vampir und Werwolf auch in mexikanischen Horrorwestern der Periode noch nicht ganz so ausgelutscht ist. Ansonsten wohl eher was für Fans von derlei Zeug, zu denen ich mich ja durchaus zähle.


Seit seine Eltern von Banditen ermordert wurden, zieht der maskierte "Reiter der Totenschädel" durch das Land, um gegen das Böse zu kämpfen. Dabei trifft er prompt auf einem Werwolf - da dieser aber der Stiefvater des kleinen Juanito war, dessen Mutter auch totgebissen wurde, sieht sich unser Reiter gezwungen, sich des Jungen anzunehmen. Dummerweise hängt sich auch noch der Comic Sidekick Cléofas an die beiden und nervt den Rest des Films hauptsächlich, während sie in anderen Dörfern weiteren unheimlichen Gestalten wie einem Vampir oder einem kopflosen Reiter begegnen...

Deutlich von den US-Serials beeinflusst, wird hier hauptsächlich auf Action denn auf unheimliche Atmosphäre Wert gelegt. Der Film legt dann auch ein durchaus brauchbares Tempo vor, bietet aber ansonsten nur in einigen Details (um die Vorgeschichte des Werwolfs zu erzählen, wird von einer Hexe extra ein Leichnam aufgeweckt, siehe Bild 1) wirklich Erinnerungswürdiges. Die letzte Episode um den kopflosen Reiter ist noch am gelungendsten, vielleicht auch, weil die Figur im Vergleich zu Vampir und Werwolf auch in mexikanischen Horrorwestern der Periode noch nicht ganz so ausgelutscht ist. Ansonsten wohl eher was für Fans von derlei Zeug, zu denen ich mich ja durchaus zähle.

... link (0 Kommentare) ... comment
Sonntag, 2. Oktober 2011
Case for a Rookie Hangman
hypnosemaschinen, 17:58h
Prípad pro zacínajícího kata, CSSR 1970, Regie: Pavel Jurácek

Bei seiner Reise durch das Land Balnibari begegnet Lemuel Gulliver einem Haufen bizarrer Orte, Personen und Gesellschaftsordnungen. Diese werden umso wunderlicher, je mächtiger sie sind...

Regisseur Jurácek nutzt das dritte Buch aus Jonathan Swifts "Gullivers Reisen" als Basis für eine noch surrealere Satire, in der er nicht nur aktuelle Bezüge einbringt, sondern auch zahlreiche Verweise auf andere literarische Stoffe - so überfährt der Protagonist zu Beginn den Hasen aus "Alice im Wunderland", während spätere Episoden an "Das Schloß" von Kafka erinnern. Die erste halbe Stunde ist ein grandioser Trip und auch später gelingen noch zahlreiche beeindruckende Bilder, die ständig wechselnden Episoden machen den Film auf Dauer aber auch ein wenig anstrengend, da es fast unmöglich ist, das alles bei einer Sichtung komplett aufzunehmen und einzuordnen. Ein ungewöhnliches, faszinierendes Werk bleibt es dennoch - leider landete es unmittelbar nach seiner Veröffentlichung im "Giftschrank" und beendete damit zunächst die vielversprechende Karriere des Regisseurs.


Bei seiner Reise durch das Land Balnibari begegnet Lemuel Gulliver einem Haufen bizarrer Orte, Personen und Gesellschaftsordnungen. Diese werden umso wunderlicher, je mächtiger sie sind...

Regisseur Jurácek nutzt das dritte Buch aus Jonathan Swifts "Gullivers Reisen" als Basis für eine noch surrealere Satire, in der er nicht nur aktuelle Bezüge einbringt, sondern auch zahlreiche Verweise auf andere literarische Stoffe - so überfährt der Protagonist zu Beginn den Hasen aus "Alice im Wunderland", während spätere Episoden an "Das Schloß" von Kafka erinnern. Die erste halbe Stunde ist ein grandioser Trip und auch später gelingen noch zahlreiche beeindruckende Bilder, die ständig wechselnden Episoden machen den Film auf Dauer aber auch ein wenig anstrengend, da es fast unmöglich ist, das alles bei einer Sichtung komplett aufzunehmen und einzuordnen. Ein ungewöhnliches, faszinierendes Werk bleibt es dennoch - leider landete es unmittelbar nach seiner Veröffentlichung im "Giftschrank" und beendete damit zunächst die vielversprechende Karriere des Regisseurs.

... link (0 Kommentare) ... comment
... older stories