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Mittwoch, 16. Februar 2011
Hard Sensations
hypnosemaschinen, 20:06h

Man könnte ja meinen, ich hätte genug zu tun, aber als vom geschätzten Kollegen Marco die Anfrage kam, sein Blog Hard Sensations mit mir im Boot als Multi-User-Blog wieder auferstehen zu lassen, konnte ich nicht nein sagen. Derweil kamen auch noch ein paar Kollegen der Moviebeta hinzu und besonders freue ich mich, auf diesem Wege auch zwei langjährige Weggefährten wieder zum Filmtext-Veröffentlichen überredet haben zu können. Das Ganze ist noch ein wenig im Aufbau und wird hier und dort noch etwas modifiziert werden. Ansonsten: Keine Sorge, an diesem Blog und meinen sonstigen Netzaktivitäten ändert sich nichts. Daß es hier in den letzten Tagen etwas ruhig war, lag an einer leckeren Grippe...
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Donnerstag, 10. Februar 2011
Live-Audiokommentar XVI: Nightmare on Left Bank
hypnosemaschinen, 00:16h

Ausnahmsweise wird bei dieser Ausgabe des Live-Audiokommentars kein Überraschungsfilm gezeigt, sondern der belgische Film Linkeroever, der - wie es der Zufall so will - auch der erste Film war, den ich in diesem Blog besprochen habe. Ein Tag zuvor erscheint er auch als DVD und Blu-Ray, Videothekenbesucher werden ihn schon morgen in den Regalen finden. Eine deutliche Empfehlung auch für diejenigen, die aus fadenscheinigen Gründen nicht nach Aachen in die Raststätte kommen.
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Montag, 7. Februar 2011
Semya vurdalakov
hypnosemaschinen, 00:58h
Sowjetunion 1990, Regie: Gennadiy Klimov, Igor Shavlak

Ein Reporter wird in eine entlegene Gegend geschickt, um aus den Berichten über die sich dort häufenden merkwürdigen Todesfälle eine mögliche reißerische Story zu stricken. Unterkunft erhält er auf einem Bauernhof, den eine Familie betreibt, deren Großvater gerade gestorben ist. Er wird gewarnt, daß die Leute hier sehr abergläubisch sind, und er soll den Namen des Verstorbenen nicht erwähnen, bevor er nicht nach orthodoxem Glauben neun Tage geruht hat, da erst dann seine Seele ins Himmelreich einkehrt. Ansonsten kehrt der Verstorbene nämlich zurück und dürstet nach Blut. Kopfschüttelnd hält sich der junge Mann an die Regel, nicht aber das Kind der Familie, das beim Abendessen unverblümt fragt, wo denn der Großvater sei. Da klopft es an die Tür...

Die klassische Vampirerzählung „Die Familie des Wurdalak“ von A.K. Tolstoi wurde ja schon zwei mal von Italienern verfilmt – dem Altmeister Mario Bava in einer Episode von Die drei Gesichter der Furcht und Giorgio Ferroni in Night of the Devils. Nun also eine Umsetzung von Landsleuten, die die Geschichte wie Ferroni in die Gegenwart transportieren, was problemlos gelingt, denn in den Weiten Russlands kann man sich sehr gut noch vereinsamte, rückständige Gegenden vorstellen, in denen Unerhörtes passiert. Und die Locations wurden hier mit einer solchen Sorgfalt ausgewählt, daß dort tatsächlich alles möglich sein könnte: Karge Landschaften, verfallene Bauernhöfe, verlassene Kapellen – wer in dieser Umgebung lebt, ist nicht nur für Aberglauben empfänglich, sondern verfügt wohl auch über eine grundsätzliche Melancholie. Und so ist der Ton des Films auch einer der konstanten Trauer und Bedrohung. Quälend lang beobachten wir den Bauer an seinem Holztisch, während im Hintergrund nur die Standuhr tickt. Der Film erzählt zwar auch eine Geschichte, aber er beeindruckt vor allem durch seine stimmungsvollen Bestandsaufnahmen von Personen, die warten – warten auf ihr Ende, das dann schließlich äußerst schmerzhaft kommt. Groß.


Ein Reporter wird in eine entlegene Gegend geschickt, um aus den Berichten über die sich dort häufenden merkwürdigen Todesfälle eine mögliche reißerische Story zu stricken. Unterkunft erhält er auf einem Bauernhof, den eine Familie betreibt, deren Großvater gerade gestorben ist. Er wird gewarnt, daß die Leute hier sehr abergläubisch sind, und er soll den Namen des Verstorbenen nicht erwähnen, bevor er nicht nach orthodoxem Glauben neun Tage geruht hat, da erst dann seine Seele ins Himmelreich einkehrt. Ansonsten kehrt der Verstorbene nämlich zurück und dürstet nach Blut. Kopfschüttelnd hält sich der junge Mann an die Regel, nicht aber das Kind der Familie, das beim Abendessen unverblümt fragt, wo denn der Großvater sei. Da klopft es an die Tür...

Die klassische Vampirerzählung „Die Familie des Wurdalak“ von A.K. Tolstoi wurde ja schon zwei mal von Italienern verfilmt – dem Altmeister Mario Bava in einer Episode von Die drei Gesichter der Furcht und Giorgio Ferroni in Night of the Devils. Nun also eine Umsetzung von Landsleuten, die die Geschichte wie Ferroni in die Gegenwart transportieren, was problemlos gelingt, denn in den Weiten Russlands kann man sich sehr gut noch vereinsamte, rückständige Gegenden vorstellen, in denen Unerhörtes passiert. Und die Locations wurden hier mit einer solchen Sorgfalt ausgewählt, daß dort tatsächlich alles möglich sein könnte: Karge Landschaften, verfallene Bauernhöfe, verlassene Kapellen – wer in dieser Umgebung lebt, ist nicht nur für Aberglauben empfänglich, sondern verfügt wohl auch über eine grundsätzliche Melancholie. Und so ist der Ton des Films auch einer der konstanten Trauer und Bedrohung. Quälend lang beobachten wir den Bauer an seinem Holztisch, während im Hintergrund nur die Standuhr tickt. Der Film erzählt zwar auch eine Geschichte, aber er beeindruckt vor allem durch seine stimmungsvollen Bestandsaufnahmen von Personen, die warten – warten auf ihr Ende, das dann schließlich äußerst schmerzhaft kommt. Groß.

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