Samstag, 21. August 2010
Jeder Dämon hat seinen Preis
Es ist ein wenig schwierig zu entscheiden, wann die literarische Form der "Horrorgeschichte" wirklich entstanden ist. Es fand vielmehr ein fließender Übergang von der "Geistergeschichte" statt, die im frühen 20. Jahrhundert aus der Feder von Autoren wie M.R. James schon wesentlich drastischer daherkam. Dann kamen "Weird Tales", Lovecraft und Konsorten, und alles wurde wieder anders. In den 60er und 70er Jahren ist jedoch eine Tendenz von kleinen, nicht unbedingt übernatürlichen Erzählungen zu beobachten, die vor allem in Sachen Zynismus ordentlich reinkloppen. Eine der frühesten und nach wie vor besten Sammlungen von dieser Art Geschichten erschien 1978 in der sympathischen "dtv phantastica"-Reihe und versammelt einige durchaus als Klassiker der modernen Horrorgeschichte gelten könnende Exemplare aus der Feder von Robert Bloch, Richard Matheson, Brian Lumley, Gerald W. Page und anderen. Ich habe ja auch eine Menge Spaß bei den Heyne-Anthologien und Pabel-Taschenbüchern dieser Zeit, aber hier bekommt man die Créme de la Créme serviert und braucht keine Ausfälle zu befürchten.

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