Donnerstag, 21. Februar 2013
Eugen Egner: Totlachen im Schlaf
Das wird ein sehr langweiliger Text, denn ich kann auch bei der neuesten Sammlung von Erzählungen des großartigen Eugen Egner nichts anderes schreiben als zu den letzten beiden. Immerhin fiel mir durch das Verlinken gerade auf, daß die vergangenen Rezensionen beide exakt 404 mal gelesen wurden, obwohl die ältere schon ein Jahr länger im Netz steht. Das ist ein bizarrer Zufall, der gut zu den Texten von Egner passt. Auch dieser Band bereitet große Freude, die Titelgeschichte gefiel mir diesmal wieder am besten, aber Ausfälle gibt es auch hier keine. Interessant, daß diesmal etwas mehr Leitmotive eingesetzt werden, die in mehreren Erzählungen zentrale Rollen spielen, wie zum Beispiel Regenschirme und der Mond. Wer grotesk-unheimliche Texte mag und den Autor noch nicht kennt, sollte schleunigst Abhilfe schaffen, da man sonst Gefahr läuft, durch eine geistig minderwertige Zweitausgabe der eigenen Person ersetzt zu werden.

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Magischer Realismus oder Horror?
Schöner Tipp. Klingt wie etwas, was ganz meinem Geschmack entsprechen könnte. Beim Lesen Deiner Reviews der anderen Bücher fühlte ich mich etwas an den von mir hochgeschätzen Julio Cortázar erinnert. Kann man die Egner-Bücher im magischen Realismus verorten oder ist das mehr Horror?

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Ich denke...
...er ist am magischen Realismus näher dran als am "herkömmlichen" Horror, da die bizarren Ereignisse sehr beiläufig geschehen und von den Figuren nicht groß hinterfragt werden. Von Cortázar ist es dennoch recht weit entfernt, da schon mit einem sehr eigenem Humor einhergehend. Als Anlesetipp seien mal seine taz-Kolumnen erwähnt, wobei mir die längeren Texte zumeist noch viel besser gefallen.

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Dann...
werde ich das demnächst mal antesten. Danke für die Vorstellung. Ich bin schon gespannt, wie mir das gefällt.

aber wenn ich den Wikipedia-Eintrag glauben kann ("Auch kann man eine starke Beeinflussung durch Kafka, verschiedene Schriftsteller der Romantik (vor allem E.T.A. Hoffmann), Charles Fort, H.P. Lovecraft, Protokolle aus der Psychiatrie sowie Bilder der Prinzhorn-Sammlung erkennen.") und dort auch dieses Adelschlag lese: "Durch Vermittlung von Loriot erschienen seine Bücher ab 1991 im Haffmans Verlag", dann bin ich sicher nicht enttäuscht zu werden :)

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An den Vergleichen
im Wikipedia-Artikel ist durchaus auch was dran. Ich denke, du wirst nicht enttäuscht werden. :) Viel Spaß!

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