Sonntag, 1. August 2010
Traum von den Kürbismenschen
Wie des öfteren verliere ich den Boden unter den Füßen und fange an zu schweben, fliege über eine Stadt, die vollkommen ockerfarben ist, dunkelgelb bis braun, wie das Innere eines reifen Kürbis. Es hat den Eindruck, als sei ein gewaltiger Kürbis über dieser Stadt explodiert und hätte alles mit seinem Fruchtfleisch und Kernen überzogen. Ich sehe eine Kathedrale, auf der zwischen Ornamenten Statuen in menschlicher Form zu erkennen sind, diese erwachen zum Leben, schütteln das Fruchtfleisch und die Kerne ab, verlieren aber nicht die Kürbisfarbe. Sie versammeln sich auf einer Wiese, die auf einem Berg gelegen ist, von dem man die ganze Stadt übersehen kann, und bücken sich. Die Substanz, die die ganze Stadt überzieht, scheint aus ihrem Inneren zu kommen, ist aber eigentlich viel zu orange für Kot. Um nicht vollgekackt zu werden, verziehe ich mich mit einem Bekannten in eine Bar, die sich im Keller einer Lagerhalle befindet und versuche, mit der Thekenbedienung anzubandeln, diese scheint sich aber nur für meine Begleitung zu interessieren.

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Die Bedeutung der Bar ist ja offensichtlich ;) - Aber dieses Schweben scheint etwas allen Menschen Gemeinsames, beinahe etwas Archetypisches zu sein (es kam früher in meinen Träumen - auf angenehme Weise - auch immer wieder vor). Hast du schon mal über seinen "Hintersinn" (ich meide den Begriff "Bedeutung") gelesen?

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Interessant...
...im Umfeld der Leute, mit denen ich mich bislang über Träume unterhalten habe, ist noch keiner geschwebt. Es ist auch nicht immer angenehm, manchmal möchte man schon, daß die Füße den Boden wieder berühren. Nachgelesen habe ich da noch nichts, das mache ich generell sehr selten, aber ich denke, es hat wohl schon was mit - wie eingangs beschrieben - "den Boden unter den Füßen verlieren" zu tun...

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Ich brachte es immer mit "Allmachtgefühlen" in Verbindung; als ob das Schweben eine Fähigkeit wäre, die dem Menschen abhanden gekommen sei und nur noch in Träumen auftauchen würde (Whoknows Superman). Ähnlich empfanden es Studenten, mit denen ich mal über die Angelegenheit redete. - Man müsste jetzt natürlich wohl C.G. Jung und sein esoterisches Gefolge bemühen, wovor mir graust. Deshalb dachte ich, du könntest aus "taxonomischer" Sicht (Assoziationsverfahren etc.) Näheres berichten.

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Stimmt, Allmachtsgefühle stecken da womöglich auch hinter, wobei ich schwebenderweise meist Beobachter bin. Das Schweben ward auch bis auf eine Ausnahme nie erklärt - in dieser blähte sich nämlich mein Geschlechtsteil wie ein Luftballon auf und ich mußte mitten über meiner Heimatstadt ejakulieren, um wieder sinken zu können. Hatte was von Kubins "anderer Seite". Ach Mist, jetzt habe ich einen potenziellen Traum-Neueintrag verschenkt.

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