Donnerstag, 1. Juli 2010
Traum von der sozialen Einheit
Ich sitze in einem Zug, der Schaffner kommt ins Abteil, er will aber nicht die Tickets sehen, sondern bittet um Verständnis, daß die „Woche der sozialen Einheit“ der Deutschen Bundesbahn wäre, und sich alle Reisende mit zwei übelriechenden Obdachlosen unterhalten müssen. Ich bin natürlich als erster dran. Beide fangen dann auch an zu reden, doch ich kann kein Wort verstehen. Der eine wird immer lauter, fängt dann plötzlich an zu zucken, sich im Kreis zu drehen und zu schreien, bis er dann eine erhebliche Menge einer ockerfarbenen Flüssigkeit durch das Abteil kotzt, wovon das meiste auf meiner Hose landet. Mir kommt das alles nicht geheuer und sehr unrealistisch vor und ich komme auf die seltsame Idee, da das hier ja nicht die Realität zu sein scheint, könnte ich selbst ja auch übernatürliche Fähigkeiten haben. Also mache ich eine übertrieben theatralische Geste, zeige auf dem Penner und spreche laut: "Dich treffe der Todesfluch!"
Der Obdachlose kippt auch sofort um, zuckt noch ein bißchen am Boden herum und stirbt. Äußerst erfreut, daß das geklappt hat, hoffe ich, die anderen Fahrgäste zollen mir ein wenig Respekt, doch sie reagieren eher mit Abscheu, so, von wegen, ich hätte ihn ja nicht direkt umbringen müssen, vor allem nicht in der Woche der sozialen Einheit.

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Donnerstag, 17. Juni 2010
Traum von der Lesekatze
Ich schaue zufällig vor die Haustür und ertappe unseren zugelaufenen Kater dabei, wie er ein Buch liest. Ich weiß aber nicht mehr, welches. "Lebensansichten des Katers Murr" war es jedenfalls nicht.

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Montag, 24. Mai 2010
Traum vom Spiegel
Weil dort ein Artikel über Horrorfilme enthalten ist, gehe ich zum Kiosk und kaufe die aktuelle Ausgabe des Spiegels. Zuhause stelle ich jedoch fest, daß ich aus Versehen den "Spiegel für die Frau" mitgenommen habe. Es dauerte eine Weile nach dem Aufwachen, bis es mir dämmerte, daß es den überhaupt nicht gibt.

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Mittwoch, 12. Mai 2010
Traum von Weizenbiergläsern
Ich soll ein sehr reiches und hübsches Mädchen heiraten. Zur Hochzeitsfeierlichkeit komme ich natürlich zu spät, sie findet in einem riesigen Saal statt, mit Kronleuchtern und allen drum und dran. Ich habe noch meine speckige, verdreckte Weste von meinem Wochenmarkt-Job an. Die aufgemotzten Hochzeitsgäste weichen vor mir zurück wie vor einem Aussätzigen. Die Eltern der Braut schauen bestürzt, als ich versuche mich zu entschuldigen und zu erklären. Die Braut selbst scheint auch nicht begeistert zu sein, regt sich aber auch nicht besonders auf. Was mich ärgerte war, daß sie nicht nur reich und hübsch, sondern auch nett und intelligent war; weder arrogant noch ignorant, also die optimale Partie, und ich mußte es wieder versauen. Das Getuschel im Saal wird lauter, man hört vereinzeltes Lachen. Ich krieg zuviel, steige auf einen Tisch und halte eine pathetische Rede zur Verteidigung der Arbeiterklasse. Die einzigen die applaudieren sind Roberto Blanco und Tony Marshall, die aus irgendeinem Grunde auch eingeladen waren. Kurze Zeit später versuchen sie mit Weizenbiergläsern in der Hand, alle anwesenden Frauen anzumachen, sowohl mit frauenfeindlichen Sprüchen wie mit Klapsen auf den Hintern, sogar die Braut. Dann und wann finden sie auch Zeit, mich zu umarmen, und laut zu gröhlen, was ich doch für ein dufter Kerl bin, der einzig Anständige in diesem Puff hier. Später habe ich mit der Braut den Saal verlassen, die beiden Muntermacher sind uns aber durch die ganze Stadt gefolgt.

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Samstag, 24. April 2010
Traum von einer neuen Wohnung
Ich habe anscheinend eine neue Wohnung im Frankenberger Viertel, die eigentlich sehr schön ist, auch von der Lage her. Allerdings stelle ich zu spät fest, daß sich die Toilette in einer Art Schaufenster befindet, in welches man von der Straße und vom Bürgersteig aus reinschauen kann. Der Raum war mir vorher schon viel zu groß vorgekommen, weil nur die Toilette drinstand, sonst nichts, kein Waschbecken oder so was. Der erste Stuhlgang verläuft relativ unangenehm und ich nehme mir vor, Jalousien zu kaufen.

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Freitag, 26. März 2010
Traum von der Invasion der Unterirdischen
Der Anfang des Traums findet verwirrenderweise, was Zeit und Raum betrifft, in Echtzeit statt. Es ist Freitag Nacht, ich versuche einzuschlafen, doch aus irgendeinem Grunde schaltet sich meine Stereoanlage andauernd selbständig an, mal Kassette, mal CD, mal der Plattenspieler, ich versuche alles mit Fernbedienung abzuschalten, da geht das Radio an. (Was mich stutzig hätte machen sollen, denn ich habe gar kein Radio.) Irgendwann geht das Licht im Zimmer von selbst an und ich sehe, daß der Plattenspieler in einem erbärmlichen Zustand ist: Die Schutzhaube fehlt, das Plastik ist versengt und irgendwie scheint alles mit Kalk vollgerieselt zu sein. Später habe ich wie öfters in Träumen das Gefühl zu fliegen, vielmehr zu schweben, meine Füße können den Boden nicht mehr berühren. Ich fliege über eine Stadt, eine Mischung aus Herzogenrath, Heinsberg und Alsdorf, und lande mitten in einer Art U-Bahn-Halle, ohne irgendwo anzuecken. Innendrin ist alles voller Menschen. Ein etwa 14jähriges Mädchen, anscheinend aus Osteuropa, bietet mir an, ich könnte mit ihr alles machen, was ich will, ich lehne aber entschieden ab. Die Reihenfolge von den folgenden Ereignissen bekomme ich nicht mehr ganz hin: Der Bahnhof wird von riesigen Maschinen zerstört, die aussehen wie die „Tripods“ der Marsianer in „Krieg der Welten“, ich finde jedoch heraus, daß es sich nicht um Außerirdische, sondern um „Unterirdische“ handelt, winzige Menschen, die im Erdinneren leben und etwa so groß sind wie Spielzeugsoldaten. Durch Unachtsamkeit töte ich einige von ihnen, es bleibt aber ohne Folgen. Später gehöre ich mit einem Freund zur Eskorte des Königs der Kleinmenschen und fahre mehrmals mit dem Zug hin und her, wobei jedesmal die selbe Schulklasse im Abteil sitzt.

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Freitag, 12. März 2010
Traum von Curd Jürgens (als Reinhold Messner verkleidet)
Prominentenspecial bei „Wer Wird Millionär“: Reinhold Messner zögert zwischen zwei Alternativen und entscheidet sich dann doch für die Falsche. Er fängt an zu heulen. Er steht auf und verwandelt sich plötzlich in Curd Jürgens, zieht eine altmodische Pistole aus der Innentasche des Jacketts, fuchtelt zunächst in Richtung Günther Jauch, steckt sie sich dann aber in den Mund und drückt ab. Zuerst sieht man gar kein Blut, bis er dann auf den Boden fällt, dann hört er für ein paar Minuten nicht mehr auf, immer stärker zu bluten. Das Publikum weiß sich wohl nicht anders zu helfen als mit vereinzeltem Gelächter, das ganze wird für Fake gehalten. Von Jauch ist schon seit längerem nichts mehr zu sehen gewesen.

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Sonntag, 28. Februar 2010
Traum von JFK und Capri-Sonne
Ich schaue mit meiner Mutter zusammen fern, auf dem ZDF läuft ein Trailer, der darauf hinweist, daß das heute-journal heute von einem John F. Kennedy-Doppelgänger moderiert werden würde. Später geht das Haus meiner Eltern in Flammen auf, und da mir keine andere Flüssigkeit zur Verfügung steht, versuche ich, den Brand mit einer Tüte Capri-Sonne (Kirsch) zu löschen, aber es gelingt mir nicht.

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Dienstag, 23. Februar 2010
Traum vom verschwundenem Bier
Ich gehe in einen Supermarkt, will einen Kasten Bier kaufen. Doch an den Stellen, wo sich sonst die Bierkästen verlockend übereinander stapeln, steht nur Mineralwasser. Ich suche die ganze Getränkeabteilung ab, finde kein Bier. Schließlich frage ich den Einkaufswagen-Zusammenschieber, wo denn hier Bier zu finden sei, ob sie noch welches führen. Er deutet in eine verstaubte Ecke, wo ich unter Spinnweben tatsächlich noch einen halbvollen Kasten König-Pilsener entdecke. Das Haltbarkeitsdatum ist erstaunlicherweise nicht abgelaufen, aber dieser Traum will mir anscheinend suggerieren, daß ich mich in einer Zukunft befinde, in der Bier ein absolut unpopuläres Getränk geworden ist. Ich kaufe die verstaubten Flaschen trotzdem.

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Sonntag, 14. Februar 2010
Traum von Baustellen und einem Nagelknipser
Ich gehe mit einem Freund durch eine fremde Stadt, in der es verdammt viele Baustellen gibt und es manchmal äußerst schwierig ist, die Straße zu überqueren oder überhaupt in der Richtung weiterzukommen, in die man will. Zudem sind uns Bauarbeiter und die heimische Bevölkerung extrem feindselig gesinnt. Wir können uns jedoch gegen ihre Angriffe wehren, indem wir ein kleines Gerät bedienen, das wie ein Nagelknipser aussieht, und die Aggressoren außer Gefecht setzt. Jemand sagt uns aber, wenn wir das Ding zu oft bedienen, werden wir schon sehen, was wir davon haben. Und nachdem wir zum fünften Mal einen Angreifer „ausgeknipst“ haben, wachsen mir Hörner und meinem Freund Antennen aus dem Kopf heraus.

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